Chronik des Gesangverein
Harmonie Thierhaupten
| Geschichte 1920-1948Geschichte 1920-1948 ausblenden
gegründet 02.10.1920 Wahlspruch: Vorwort In den 70er Jahren (1863 ?) des 19.Jahrhunderts bestand in Thierhaupten unter Leitung des damaligen Lehrers Kruis ein Gesangverein Harmonie. Derselbige löste sich auf. Wann und aus welchen Gründen konnte nicht erfahren werden. Als Erbe blieb nur oben genannter Wahlspruch. Am 26. September 1920 wurde über eine Gründung eines Gesangvereines gesprochen und diese dann am 2.10.1920 in der Gastwirtschaft von Thomas Schaller beschlossen. Es erfolgte die Wahl der Vorstandschaft: 1. Vorstand: Braumeister Vogt Der Verein besteht bei seiner Gründung aus 44 aktiven Mitgliedern, 1 passiven und 2 Ehrenmitgliedern. Die 1. Probe findet am 03.11.1920 statt. Es werden 6 aktive Mitglieder und 1 passives Mitglied aufgenommen. Desgleichen am 8.11.1920, 4 aktive Mitglieder. Am 04.04.1921 wurde dem Vorstande des Vereins durch Herrn Käsereibesitzer Egenberger ein prächtiger, mit Widmung versehener Taktstock nebst Stiftungsurkunde und 42 Mark in bar als Überschuss einer Sammlung zum Ankauf des Dirigentenstabes überreicht. Am Ende des Vereinsjahres 1921 Stand der Mitglieder: (auch damals lebte man schon über seine Verhältnisse !!) Jahreshauptversammlung am 9.10.1921: Beschlossen wurde, für jedes unentschuldigte Versäumnis eines Mitgliedes bei der Chorprobe 50 Pfennige zugunsten der Vereinskasse zu erheben. (wie sich die Sorgen eines Chorleiters von damals und heute gleichen !! ) Jahreshauptversammlung am 8.10.1922. Es wird beschlossen: Wer dreimal unentschuldigt den Proben fernbleibt, wird zu den passiven Mitgliedern gerechnet. Aktive Mitglieder zahlen jährlich 5 Mark, passive 15 Mark Beitrag. Die Aufnahmegebühr wird auf 10 Mark festgelegt. 26.12.1922 - Weihnachtsfeier. Die Christbaumversteigerung erbrachte einen Reinerlös von 30.000 Mark (Anmerkung: Inflationsgeld). Am Ende des Vereinsjahres 1923 besteht der Verein aus 45 aktiven und 63 passiven Mitgliedern. Bei der Hauptversammlung am 28.10.1923 stiftet ein unbekannter Wohltäter dem Verein Im Jahre 1923 geht das Vermögen des Vereins von 31.000 Mark durch die Geldentwertung verloren. Hauptversammlung am 26.10.1924. Nachdem wieder stabile Geldverhältnisse eingetreten sind, zahlen die aktiven Mitglieder 50 Pfennige und die passiven 1 Mark Jahresbeitrag. Eintrittsgeld ist 1 Mark. Am 25.3.1926 tritt 1. Vorstand Vogt zurück. Und am 1.4.1926 verlässt Dirigent Albert Gschwilm den Verein und Thierhaupten nach unliebsamen Vorkommnissen in der Gemeinde. Am 19.4.1926 über nimmt Lehrer Hubert Benkhard aus Westendorf die Dirigentenstelle. Aber bereits am 19.8.1926 scheidet auch er wegen Versetzung wieder aus dem Verein aus. Als Dirigent folgt am 1.9.1926 Hauptlehrer Josef Berchtenbreiter von Berg bei Donauwörth, der nach Thierhaupten versetzt wird. Als er schwer erkrankt und beinahe ein Jahr beurlaubt wird, übernimmt Aushilfslehrer Alois Mozer und dann Aushilfslehrer Hans Magel das Dirigieren. Anschließend tritt Musikmeister Edmund Hölzl die Dirigentschaft des Vereins bis auf weiteres an. Die Gesangsproben werden im Winter 1927/28 in der Gastwirtschaft von Peter Pröll im oberen Nebenzimmer abgehalten. 1932 findet ein Sängertreffen in Bayerdilling statt, das nun wieder Hauptlehrer Berchtenbreiter als Dirigent leitet. Aber am 1.1.1933 wird Berchtenbreiter nach Kirchdorf versetzt und der Verein ist wieder ohne Dirigent. Es folgt am 16.4.1933. Lehrer Engruber aus Neukirchen und sofort war im Chor eine bessere Harmonie zu erkennen. 1934 - Den Winter durch wurde fest geübt im Schulsaal bis wir zum Entschluss kamen, ein Klavier zu kaufen. Um 335.- Reichsmark war eines da, aber unser ganzes Vermögen ist draufgegangen und wir mussten gleich zu Jahresbeiträgen der Mitglieder greifen aber nicht viel, da fast 300.- Reichsmark sofort bezahlt werden konnten. Voriges Jahr die Standarte, heuer ein Klavier hat den Säcklmeister ausgebeutelt. Die Proben wurden dann in der Turnhalle weiter gehalten. 2.12.1934 - Generalversammlung. Edmund Hölzl wurde als 1. Vorstand wieder gewählt. Herr Schreinermeister Keller versprach, gratis einen Klavierstuhl zu fertigen, da immer noch keiner da war. Herr Lehrer und Dirigent Engruber brachte noch ein "Sieg heil" auf unseren Führer und Reichskanzler Adolf Hitler aus, bevor die Versammlung geschlossen wurde. 1935 Das Jahr 1935 stellte an den Liederkranz eine gewaltige Aufgabe, sollte doch an Fasching eine Operette steigen. Trotz aufreibender und fast ertötender Aufregungen hinsichtlich der einsetzenden abwechslungsreichen Erkrankungen der Mitwirkenden konnte nach kaum 4 Wochen die Aufführung in Szene gehen. Es war ein durchschlagender Erfolg. Solisten, Chor und Orchester ernteten weit über unser Dorf hinaus reichen Beifall. Hier sei die selbstlose und vorbildliche Arbeit des Herrn Malermeisters Klaus hervorgehoben und der undankbaren aber lohnenden Arbeit des Schminkens des Herrn Kron gedacht. Der Liederkranz mit seinem unermüdlichen Vorstand und seinem Dirigenten hat etwas Bleibendes, Unvergängliches geschaffen. Am 26.12.1937 - Verabschiedung des Chorleiters Enggruber wegen Versetzung nach Neuötting. Es folgt Lehrer Bareth. Bei der Hauptversammlung am 18.12.38 wird Nikolaus Pröll zum 1. Vorstand gewählt. Am 7.5.39 verabschiedet sich auch Lehrer Bareth. Hauptversammlung am 10.12.39. Die Singproben und die Tätigkeiten mussten infolge des Kriegsausbruchs ruhen. Ein großer Teil der Vereinsmitglieder muss zum Heerdienst einrücken, "denn es gilt um Deutschlands Sein oder Nichtsein, um die Vernichtung unserer Feinde." Hauptversammlung 8.12.1040 1940/41 - Die Sänger singen weiterhin bei Beerdigungen und Hochzeitsfeiern. 1941 - Mitglieder aktiv 33 und passiv 34 1942 - 1945 Trotz des Ausbruchs des Weltkrieges 1939 - 1945 konnte der Verein seine Tätigkeit fortsetzen. Im Jahr 1941 musste er wegen Einberufung verschiedener Sangesbrüder zum Heeresdienst den Männergesang einstellen. Verschiedene Kameraden kämpften auf Frankreichs Auen, in den weiten Steppen des Balkans und auf den Eisfeldern Russlands. Leider erlitten viele Kameraden des Liederkranzes den Heldentod. |
| Geschichte 1949-1968Geschichte 1949-1968 ausblenden
Hier beginnen die Aufzeichnungen 1949 - 1961 25.12.1949 - Infolge des verlorenen Krieges und des Verbotes sämtlicher Vereine durch unsere "Befreier" musste auch der Männergesangverein (gegr.1920) im Jahre 1945 seine Tätigkeit einstellen. Nach der Aufhebung des Verbotes wurde zweimal der Versuch unter-nommen, den Gesangverein wieder ins Leben zu rufen, aber ohne Erfolg. Es kehrte wieder reges Leben in den Verein zurück. Es wurde bereits bei der Weihnachts-feier des Sportvereins am 26.12.1949 gesungen. Am 29.06.1950 feierte Thierhaupten sein 1200jähriges Bestehen. Bei der Feier am Nachmittag brachte auch der Gesangverein zwei Lieder zum Vortrag und erntete reichen Beifall. Am 01.10.1950 feierte der Gesangverein in einer kleinen Feier im Lokal des Vorstandes Pröll sein 30jähriges Bestehen. Man gedachte der Gründer des Vereins, Herrn Hauptlehrer Gschwilm und Braumeister Vogt, sowie der im letzten Krieg gefallenen Mitglieder. Anschließend erklärten 13 frühere passive Mitglieder, dass sie wieder dem Verein angehören wollen. Außerdem traten noch 20 neue Mitglieder dem Verein bei, darunter zum ersten Mal in der Geschichte des Vereins d r e i F r a u e n als passive Mitglieder. Am 26.03.1951 musste der allseits geachtete Dirigent, Herr Lehrer Brunner, Abschied von den Sängern nehmen. Er wurde versetzt nach Langweid. Nachfolger als Dirigent war Herr Willi Hölzl, unter dessen Leitung am 22.04.1951 das erste Mal gesungen wurde. Anlässlich der Hochzeit unseres Sangesbruders Lutz Lammel am 25.06.1951 sangen wir ihm und seiner Braut ein Ständchen. Ein Ausflug führte die Sänger am 18.08.1951 nach Kelheim. Alle Teilnehmer äußerten sich höchst anerkennend über die reibungslose Fahrt mit dem Omnibus. Viele hatten die berühmten Baudenkmäler zum ersten Mal gesehen. Am 04.11.1951 fand eine Generalversammlung statt. Der Besuch war mittelmäßig, von den Passiven waren nur einige erschienen. Am 18.12.1951 war eine Probe für die Weihnachtsfeier. Alle anwesenden Sänger erhielten anschließend 1 L Bier, das der Dirigent Herr Willi Hölzl stiftete. Im März des Jahres 1952 mussten wegen der Ausgangssperre infolge der Maul- und Klauenseuche die Proben ausfallen. 03.10.1953 - Vor ihrer Abreise nach Südafrika verabschiedete sich die langjährige Organistin, Fräulein Leni Hölzl, Tochter des Chorleiters Edmund Hölzl, von der Gemeinde. In einer Feier sang der Chor und wünschte der Scheidenden alles Gute. Sie folgt ihrem zukünftigen Gatten Ludwig Herb (Faber) nach Kroonstad in Südafrika. Generalversammlung am 29.10.1953. Gewählt wurde zum 1. Vorstand Mühlenbesitzer Franz Reiter, zum Schriftführer Ludwig Lammel und als Kassier Mathias Ludl. 04.11.1952 - Ausschuss-Sitzung. Aufstellung eines Sachverzeichnisses. Neuregelung der Beiträge: Aktive zahlen 1 DM, Passive 2 DM. Am 19.11.1953 wurden Vereinsabzeichen bestellt, die von fast allen aktiven Mitgliedern gekauft wurden. Bei der Weihnachtsfeier am Stephanstag 1953 sangen Dirigent Edmund Hölzl und Herb (Wanger) "Die zwei traurigen Buam". Die Christbaumversteigerung führte in alter Manier Gauvorstand Pröll durch. Generalversammlung am 14.11.1954 - Der Verein zählt nun 77 Mitglieder, davon 29 aktiv. Vereinsabend zu Peter und Paul am 29.06.1955. Herr Winni Herb aus Afrika war mit Gattin und Töchtern angereist. Der Chor hatte zu seiner Ankunft ein Ständchen gesungen und er berichtete nun von seiner Arbeit in Südafrika. Sekretär Schieder zeigte dazu sehr schöne Farbfotos. Beim Gausängerfest in Wiesenbach ersang sich der Thierhauptener Chor mit "Die Nacht" den 1. Platz und erhielt für ein Jahr den Wanderpokal des Gaues zugesprochen. 1955 - 1961 Generalversammlung am 24.09.1955 im Vereinslokal Pröll. Vorstand Reiter eröffnete die Versammlung und hielt einen Rückblick über das abgelaufene Vereinsjahr. Er dankte Dirigent Willi Hölzl für seine aufopfernde und hervorragende Leistung. Kassier Ludl gab dann den Kassenbericht. Erfreulich war das Anwachsen des Mitgliederstandes auf 85. Schriftführer Lammel verlas die Vereinschronik des vergangenen Jahres. Einen wichtigen Punkt in der folgenden Besprechung nahm die Anschaffung eines Tonbandgerätes ein. Dirigent Hölzl wies auf die großen Vorteile hin, die für die gesangliche Ausbildung zu erwarten seien. Eine große Schwierigkeit stellte allerdings die Finanzierung dar. Wegen des Ankaufs eines Tonbandgerätes fanden in den nächsten Wochen eine Reihe von Vorstandssitzungen statt, zu denen meist auch Elektromeister Urban als Sachverständiger geladen wurde. Es wurde dann der Ankauf eines Gerätes der Firma UHER/München beschlossen und in die Wege geleitet. Weihnachtsfeier am Stephanstag 1955. Die Kapelle Klostermair war verpflichtet worden. Zur besonderen Freude der Sänger war auch das neue Tonbandgerät schon zur Stelle und in Betrieb. Der Abend brachte wieder einen besinnlichen ernsten Teil und einen humoristischen und leichten Ausklang. Besonderen Anklang fand hierbei ein gut gespielter Einakter. Beim Gaufest 1956 in Holzheim erhielt der Thierhauptener Chor als 2. Preis einen großen, schön bemalten Bierkrug. Fahnenweihe in Gundelsdorf am 10.07.1956. Nach einem Festgottesdienst sollten am Nachmittag die Chöre mit ihren Gesängen zum Zuge kommen. Aber nach der Festrede unseres Dirigenten Hölzl war die Unruhe unter den Gästen sehr groß. Zwei Vereine versuchten zu singen, konnten aber einfach nicht durchdringen. Hierauf wurden die Chorlieder abgesetzt. Vereinsausflug nach Steppberg. 04.11.1956 Generalversammlung. Seinen besonderen Dank sprach der Vorstand dem Dirigenten des Chores, Willi Hölzl aus, der die Sänger immer mehr zu einer Gemeinschaft zusammenschweißte und dadurch unmittelbar die sehr beachtliche Leistungssteigerung der letzten Jahre begründete. Am 08./09.06.1957 Primizfeier für H.H. Arnold Zewinger. Bei dieser Primizfeier, die ein Ehrentag für ganz Thierhaupten war, trat auch der Gesangverein in die Reihe der Gratulanten. Beim Gausängerfest in Aindling am 14.07.1957 gelang es, mit dem "Sängermarsch" unter Leitung von Dirigent Hölzl den Siegerpokal zu erreichen. Generalversammlung am 01.12.1957. Für seine aufopfernde Tätigkeit erhielt Dirigent Willi Hölzl von Vorstand Reiter als Ehrengabe einen Taktstock. 2. Vorstand Gastl Martin hob die wirklich erfreuliche Kameradschaft und Einigkeit des Chores hervor. Sangesbruder Schieder schlug vor, dass die neu hinzu kommenden aktiven Sänger vor Beginn der Proben in Noten-lehre unterrichtet werden. Herr Hölzl Edmund, der Altdirigent des Chores übernahm diese so notwendige Ausbildung. Dirigent Hölzl sprach dann auch noch über die Möglichkeit, einen gemischten Chor in Leben zu rufen. Auch ein Beitritt zum Deutschen Sängerbund wurde in Erwägung gezogen. Der Verein zählt 111 Mitglieder, davon 32 aktive und 79 passive. Die Weihnachtsfeier am Stephanstag 1957 fand im Vereinslokal Pröll statt und wurde in besonders würdevoller Weise begangen. Am 10.02.1958 traf den Verein ein schwerer Schlag. Dirigent Willi Hölzl verunglückte tödlich. Der langjährige und so erfolgreiche Dirigent erlitt einen tödlichen Autounfall. Dem Verein ist eine Wunde geschlagen, die nicht zu schließen ist. Nachruf - 12.02.1958 Gesangverein Harmonie Ausschusssitzung am 23.02.1958 im Gasthof Oßwald. Den wichtigsten Punkt bildete die Frage des neuen Dirigenten. Nach eingehenden Beratungen erklärte sich Ludwig Lammel bereit, probeweise das schwierige Amt zu übernehmen. 29.03.1958 - Schon wieder riss der Tod einen aktiven Sänger und liebevollen Kameraden aus unseren Reihen. Ein furchtbarer Unglücksfall traf den 1. Tenor Häckl, der ihm beide Beine kostete. An dieser grausamen Verletzung starb der Sangesbruder nach wenigen Tagen. Wieder steht der Chor am offenen Grab und singt einen letzten Gruß. Gesellschaftsabend im Gasthof Schaller zu Ehren von Frau Leni Herb, geb. Hölzl. Die langjährige Organistin unserer Gemeinde weilte mit ihrer Familie in der Heimat. Ihr zu Ehren trafen sich die Sänger, um für die "Afrikanerin" eine Folge bekannter Chorlieder zu singen. Ausflug in die Ötz am 05.06.1959 zum Vereinsmitglied Josef Ackermann. Gausängerfest in Griesbeckerzell am 13.07.1958. Leider war das Preissingen in Wegfall gekommen, so dass der Tag keinerlei Höhepunkte brachte. Ausflug der Sänger am 22.06.1958 an den Chiemsee. Allgemeine Meinung: "Schön war’s!" Am 30.11.1958 beendet Ludwig Lammel seine Aufgabe als Chronist. Generalversammlung am 30.11.1958 Am 04.12.1958 feierte 1. Vorstand Reiter seinen Namenstag. Die aktiven Sänger kamen zu einer Feier zusammen und verzehrten einen Truthahn, der allen ausgezeichnet schmeckte. Weihnachtsfeier am 26.12.1958. Zum Gedächtnis an den unvergesslichen Dirigenten Willi Hölzl, der durch einen tragischen Autounfall ums Leben gekommen war, erhoben sich die Anwesenden von den Plätzen. Dann konnte jeder seine letzte Weihnachtsansprache vor einem Jahr durch das Tonband hören. Die alljährliche Christbaumversteigerung fand rege Beteiligung und ein lustiger Einakter "Das fidele Gefängnis" unterhielt die Anwesenden ebenso wie die sehr gut spielende Kapelle Klaus. Mit einem neuen Omnibus des passiven Mitgliedes Anton Egenberger ging der Chor auf große Fahrt. Der Ausflug führte über Landsberg zur Wieskirche, Oberammergau, Schloss Linderhof und Kloster Ettal. Zum Abschluss ging es dann noch an den Ammersee, wo man dem Kloster Andechs einen Besuch abstattete. Am 26.12.1959 wurde die Weihnachtsfeier in bewährter Weise abgehalten. 15.05.1960 - Heuer konnte der Männergesangverein auf sein 40jähriges Bestehen zurück-blicken. Der Tag wurde mit einer kleinen Feier innerhalb des Vereins begangen. Nach einer Messe für die verstorbenen und gefallenen Mitglieder traf man sich am Nachmittag im Vereinslokal von Paul Pröll. Es spielte die Kapelle Klaus. Festredner war unser Dirigent Ludwig Lammel. Mit einer Tanzveranstaltung endete der Tag. 07.08.1960 - Der Vereinsausflug führte nach München in den Botanischen- und den Hirschgarten. 26.12.1960 - Traditionelle Weihnachtsfeier des Gesangvereins mit Christbaumversteigerung und Aufführung von Couplets und Gesangseinlagen. Umrahmt wurde das Ganze von einer Musikkapelle. 09.07.1961 - Gausängerfest in Wallerdorf. Der Chor war sehr gut vertreten. 15.08.1961 - Vereinsausflug nach Stuttgart zur Bundesgartenschau. 28.10.1961 - Vereinsmitglied Heinrich Schieder feiert seine Hochzeit. Der Chor sang ihm ein Ständchen. Herr Ludwig Lammel, unser Dirigent, wettete mit den aktiven Mitgliedern des Vereins um 50 Liter Bier, dass man im Jahre 1960 mit einem Raumschiff auf dem Mond landen würde. Die Wette wurde von Herrn Lammel verloren. Das Bier ist bereits getrunken… 1962 - 1969 Die Vereinschronik enthält in der Zeit vom Ende 1961 bis zum Herbst 1969 keine Einträge. Ein Zeitungsausschnitt aus dem Jahre 1967 beweist aber, dass das Vereinsleben in dieser Zeit keineswegs stillstand. (Zeitungsausschnitt) Rekordbesuch beim Männergesangverein Harmonie Bei der Generalversammlung im Herbst 1968 beim Klosterwirt wurde als Teil des Gesangvereins ein gemischter Chor gegründet. Zum ersten Mal trat dieser Chor bei der Weihnachtsfeier des Vereins am Stephanstag 1968 auf. Geschichte 1949-1968 ausblenden |
| Geschichte 1968-1975Geschichte 1968-1975 ausblenden
Hier beginnen die Aufzeichnungen 1968 - 1975 Der im Herbst 1968 gegründete gemischte Chor nahm sofort seine Proben auf und konnte schon am Stephanstag bei der traditionellen Weihnachtsfeier zum ersten Male auftreten. Die weiblichen Mitglieder des gemischten Chores: Sopran: Alt: Am 10.05.1969 nahm der gemischte Chor an einem Kameradschaftssingen in Todtenweis teil. Mitte Juli ging der Chor auf eine Fahrt ins Blaue. über Donauwörth, Harburg, Nördlingen bis nach Schloss Baldern. Dann quer durchs Ries nach Sulzdorf, wo bei der Wirtin "Resi" ein feines Mahl eingenommen wurde. über Bergen und Pöttmes führte der Ausflug dann wieder nach Hause. Am 24.10.1969 fand beim Klosterwirt die Generalversammlung statt. Bei der Neuwahl gab es folgende Ergebnisse: 1. Vorstand Herr Hauptlehrer Josef John, 2. Vorstand Lutz Lammel, Schriftführerin Sofie Praßler, Dirigent Josef Klaus, Kassier Mathias Ludl. Die traditionelle Weihnachtsfeier am Stephanstag musste heuer wegen der Grippefälle abgesagt werden. 1970 Ab diesem Jahr wurde zusätzlich zur Chronik eine "Bildchronik" geführt. Am 29.01.1970 verstarb schnell und unerwartet unser eifriges Vereinsmitglied und langjähriger Kassier Mathias Ludl. Der Männerchor sang an seinem Grab zum Abschied Schon kurz darauf riss der Tod wieder einen treuen und eifrigen Sänger, den Vorstand der letzten Jahre, Martin Gastl, aus unserem Kreis. Nach all der Trauer soll auch die Freude ihren gebührenden Platz finden. Anstelle der ausgefallenen Weihnachtsfeier veranstaltete der Verein am 14.03.1970 einen bunten Liederabend. Zeitungsausschnitt: Harmonie arrangiert Volksfest Am 24.4.1970 sang der Chor beim Kameradschaftssingen in Bayerdilling und Anfang Juni 1970 trafen sich die Chöre des Lechgaues nach 12 Jahren wieder in Griesbeckerzell zu einem Kreissängerfest. Der Andrang im festlichen Saal war derart stark, dass die Veranstaltung sogar mit Lautsprechern ins Freie übertragen werden musste. Nach langer Vorbereitungszeit und viel Arbeit des Festausschusses begann am 07.08.1970 das Volksfest, verbunden mit dem 50jährigen Vereinsjubiläum. Am 03.10.1970 fand beim Klosterwirt das wohlverdiente Kränzchen statt, zu dem alle Beteiligten und Helfer des Volksfestes eingeladen waren. Nach gutem Essen wurde bei flotter Musik fleißig getanzt. Die Letzten dachten erst um 2 Uhr ans Heimgehen. 1970/71 Am 08.10.1070 fand beim Klosterwirt die Generalversammlung statt. Herr John, Vorstand des Gesangvereins, begrüßte die anwesenden Mitglieder. Leider waren von den Passiven nicht viele erschienen. Zur großen Freude aller Anwesenden, konnte er bekannt geben, dass eine ansehnliche Summe als Grundstock in die Vereinskasse floss. Leider gab es auch betrübliche Nachrichten. Unser Dirigent, Herr Josef Klaus, legt sein Amt aus gesundheitlichen Gründen nieder. Herr Bürgermeister Schieder konnte ihn überreden, noch bis zur Weihnachtsfeier den Chor zu leiten. Als Nachfolger der verstorbenen Vorstandsmitglieder Mathias Ludl und Martin Gastl wurden Leonhard Pröll und Clemens Ludl gewählt. Erich Ludl führte anschließend gelungene Dias vom Fest vor. - Ob und welchen Dirigenten wir bekommen, wissen wir nicht. Am 26.12.1970, am Stephanstag, fand die traditionelle Weihnachtsfeier beim Klosterwirt statt. Die gut besuchte Veranstaltung, von der Kapelle des Musikvereins flott umrahmt, nahm einen frohen Verlauf. Am 23.04.1971 stellte unser Vorstand, Herr John, den Sängern ihren neuen Dirigenten vor: Herr Lehrer Berlinger. In zwei Proben stellte Herr Berlinger unter Beweise, dass er sehr gut befähigt ist, einen Chor zu leiten. Am 14.05.1971 lud der Verein alle aktiven Mitglieder mit Angehörigen zu seinem Weihnachtskränzchen ein. Vorstand John dankte im Verlaufe des Abends dem scheidenden Dirigenten Josef Klaus und überreichte ihm als Dank und Anerkennung für jahrelange Arbeit einen schönen Taktstock. Zu seinem 40jährigen Priester- und 25jährigen Pfarrjubiläum sang der gemischte Chor am 21.08.1971 H.H. Geistlichen Rat Johann Merk als Ständchen das Lied "Das ist der Tag des Herrn" und wünschte dem Jubilar Gottes Segen. Bei der Vorstandssitzung am 22.09.1971 wurde beschlossen, unserem Dirigenten, Herrn Berlinger für seine Fahrten zu den Singstunden wenigstens Wegegeld zu bezahlen und zwar pro km 0,20 DM = 7,20 DM. Schöner Abschluss des Vereinsjahres war ein zweitägiger Ausflug am 04./05.09.1971 in die herrliche Bergwelt des Großglocknergebietes nach Kaprun. Da einige nicht aus den Federn kamen, fuhr man mit Verspätung los. Angekommen in Kaprun bestieg man mit ein wenig Bangen und sehr beeindruckt den Aufzug an der Lärchwand zur Fahrt zu den Stauseen am unteren und oberen Moserboden. Die gewaltige Bergwelt ringsum ließ uns Flachlandbewohner nur noch schauen und staunen. Der Bus brachte uns in unser Quartier in Piesendorf. Man saß noch lange lustig zusammen, bis die Kellnerin wegen der Polizeistunde nichts mehr einschenkte. Am Sonntagmorgen las Herr Geistlicher Rat Merk ein Heilige Messe in der kleinen Kirche und wir sangen die Schubertmesse, begleitet von Herrn Barl aus Neukirchen. Dann ging es weiter zu den Krimmler Wasserfällen. über den Gerlospass, auf schmaler Straße hinüber ins Zillertal gab es in Maierhofen ein Mittagessen. Weiter gings zum Achensee, Achenpass entlang dem Stausee bei Lengries zur einer letzten Rast in Egling bei Bad Tölz. Es war schon dunkel, als wir am Starnberger See entlang fuhren. Wohlbehalten brachte uns der Fahrer wieder heim. Diese schöne Fahrt werden alle Teilnehmer bestimmt nicht so schnell vergessen. Aus Platzgründen werden nachfolgend nur noch wichtige und herausragende Ereignisse aufgeschrieben. Der gemischte Chor sang bei Hochzeiten, Todesfällen, er sang viele Ständchen bei Geburtstagen und Jubiläen, war eingeladen zu Konzerten bei befreundeten Vereinen u . v. mehr…. Am 01.10.1971 fand beim Klosterwirt die Jahreshauptversammlung statt. Nach Verlesung der Chronik und des Kassenberichts entstand eine lebhafte Aussprache mit einigen unerfreulichen Vorfällen. Allgemein wurde der Vorschlag, ein neues Klavier anzuschaffen, befürwortet. Bereits am 15.11.1971 lieferte eine Firma aus Augsburg ein gutes, gebrauchtes Instrument zum Preis von 1.300 DM. Die traditionelle Weihnachtsfeier am Stephanstag, 26.12.1971, wurde musikalisch umrahmt von Herrn Oberpichler, dankenswerter Weise kostenlos. Er spielte meisterhaft auf seinem Harmonium. Lieder und lustige Einakter fanden freudige Aufnahme beim dankbaren Publikum. 11.03.1972. Beim Kreischor-Konzert des "Nordschwäbischen Sängerkreises" nahm der gemischte Chor teil und erhielt sehr gute Kritiken. Vereinsjahr 1972/73 Ohne Hauptversammlung begann das neue Sängerjahr. Mit Beginn des Oktobers wurden die Proben wieder aufgenommen. Bereits am 03.12.1972 nahmen wir am Kreissingen in Reicherstein teil. (An diesem Tag verunglückten auf Teneriffa 148, meist schwäbische und bayerische Omnibusunternehmer, mit einem Flugzeug tödlich.) Am 26.12.1972 fand die traditionelle Weihnachtsfeier statt. Die Volksmusikgruppe aus Ehekirchen umrahmte die Gesangsdarbietungen mit flotten Weisen. Die Feier war gut besucht. Anlässlich der Amtseinführung von Herrn Pfarrer Wilhelm Schmid am 01.01.1973 sang der gemischte Chor in der Kirche die Lieder "Wachet auf, ruft uns die Stimme" und "Es ist ein Ros’ entsprungen". Am 16.06.1973 mussten wir Abschied nehmen von dem nach kurzer, schwerer Krankheit verstorbenen ersten Tenor Karl Baumann. Er starb erst 37 Jahre alt, viel zu früh für seine Frau und seine beiden Kinder. Mit einem Lied ehrte der Männerchor den Toten am Grabe. Ein netter Ausflug ins schwäbische Land, nach Ulm, Zwiefalten, Blaubeuren und Oberelchingen beendete das Sängerjahr. Sängerjahr 1973/74 Am 21.09.1973 verstarb das passive Mitglied Thomas Christl, am 22.09.1973 unser passives Mitglied Anton Brugger. Da die meisten Mitglieder des Männerchores berufstätig sind und deshalb nicht mehr am Grabe gesungen werden kann, werden für jedes verstorbene Mitglied zwei Hl. Messen bestellt. Zum 50. Geburtstag sangen wir am 20.11.1973 unserem 2. Vorstand und aktiven Tenor, Ludwig Lammel, ein Ständchen. Rudolf Herb würdigte in einer kurzen Ansprache die Verdienste, welche sich Herr Lammel in 25 Jahren um den Verein erworben hat. Am 26.12.1973 fand nach eifrigem Proben unsere Weihnachtsfeier statt. über den so zahlreichen Besuch waren wir hocherfreut. Am 13.01.1974 sangen wir in der Kirche während des Sonntagsgottesdienstes. Der gemischte Chor sang vorne am Altar und es klang gut in unserer Kirche.
Hier enden die Eintragungen der Schriftführerin Sofie Praßler. 16.03.1974. Generalversammlung. Es erschienen nur 34 Mitglieder. Herr Lammel als 29.03.1974. Sofort in den nächsten Tagen begann der Chor mit dem Einstudieren der für das Bundessängerfest ausgesuchten Lieder. Schon am 29.03.1974 trafen sich die Chöre Burgheim und Thierhaupten zum ersten gemeinsamen Versuchssingen. Herr Matzner, Dirigent des Burgheimer Chores, dirigierte den etwa 80 "Mann" starken Chor und alle waren angenehm überrascht, denn alles klappte so gut, als ob sich die beiden Chöre schon immer gemeinsam im Chorgesang geübt hätten. Zuversichtlich wurden die gemeinsamen Proben fortgesetzt. 20.04.1974. Kränzchen beim Klosterwirt. Nachdem sich alle an dem servierten Hammelbraten gestärkt hatten, konnte nach den Klängen der "improvisierten Musi" von Martin Gastl, Klemens Schreier und Wirt Heinz Grund das Tanzbein geschwungen werden. Ein Amateurfilm vom letzten Vereinsausflug nach Blaubeuren von Christl Ganschinietz und eine Einlage am Xylophon von Ludwig Lammel wurden mit großem Beifall quittiert. Es war wieder einmal ein gelungener Abend. 27.04.1974. Kreischor-Konzert in Bayerdilling. Zusammen mit dem Burgheimer Chor traten die Thierhauptener Sänger mit den Liedern auf, die beim Bundessingen in Augsburg vorgetragen werden sollten. Aus dem gefüllten Saal wurde dafür großer Beifall gespendet. Dirigent Berlinger wurde später gebeten, mit seinem Chor für einen ausgefallenen Verein einzuspringen. Ohne vorherige Vorbereitung traten die Thierhauptener Sänger mutig vor das Publikum. Alles klappte wunderbar und stolz nahmen alle den verdienten Applaus entgegen. 19.05.1974. Der große Tag ist gekommen, auf den sich die Sänger zwei Monate vorbereitet hatten. Das Sonntagskonzert in der Kongresshalle in Augsburg, das ausschließlich dem Volkslied gewidmet war, begann um 10.30 Uhr. Zuerst sangen der 40 Mann starke Männerchor. Mit etwas weichen Knien folgte dann der gemischte Chor unter Leitung von Herrn Matzner. Die Chöre erhielten für ihre Leistung ein großes Lob. Zeitungsausschnitt Hohes Lob für Sängerkreis "Unterer Lech" 13.07.1974 Theaterfahrt. 1. Vorstand Lammel organisierte den Besuch in der Freilichtbühne Augsburg. Zur Aufführung kam die Operette "Schwarzwaldmädel". 18.08.1974 Beim Volksfest, ausgerichtet vom Sportverein, schmückte der Chor einen Festwagen und stellte eine Fahnenabordnung. Wieder einmal muss sich der Chor von seinem Dirigenten verabschieden. Herr Kaspar Berlinger wird wegen seiner Versetzung an die Schule in Steingaden sein Amt als Dirigent niederlegen. Das bedeutet für den Verein einen besonders schweren Schlag, nachdem Herr Berlinger den Chor durch harte Arbeit auf einen Höhepunkt geführt hat. Ihm gebührt der Dank für die erfolgreiche Teilnahme am Bundessingen. Der Verein wünschte ihm alles Gute für die Zukunft. 28.09.1974 Ausflug der Sänger ins Kleinwalsertal. Vereinsjahr 1974/75 Am 04.10.1974 wurde dem Verein der neue Dirigent vorgestellt. Er heißt Paul Lang, bisheriges aktives Mitglied und ebenfalls Lehrer in Thierhaupten. 12.10.1974 Ständchen für das Brautpaar Christl Ganschinietz und Edwin Vogl. Der Chor ehrte seine Schriftführerin und aktive Sängerin mit einigen Liedern und 1. Vorstand Lammel überbrachte die herzlichen Glückwünsche des Vereins. 25.10.1974. Chorprobe mit einem w e i b l i c h e n Dirigenten! Mutig und mit Geschick nahm heute Frau Lang die Chorprobe in die Hand, als ihr Mann beruflich verhindert war. 12.11.1974. überreichung einer Urkunde des "Schwäb.-Bayer.Sängebundes" an den 1. Vorstand Lammel als Dank für die Mitwirkung bei den Augsburger Chortagen. 26.12.1974. Weihnachtsfeier. Unter zahlreichen Besuchern konnte 1. Vors. Lammel auch den noch lange nicht vergessenen Herrn Berlinger begrüßen. Herr Lammel dankte ihm noch einmal für die erfolgreiche Arbeit und hob hervor, dass der Verein Glück im Unglück hatte und in Herrn Lang nicht nur einen ehrgeizigen Nachfolger, sondern gleich zwei gefunden hat, nämlich ihn und seine Ehefrau Marianne. Dirigent Lang stellte dann unter Beweis, dass er am Chor bereits gute Arbeit geleistet hatte. 02.05.1975. Das wohlverdiente Kränzchen wurde beim Klosterwirt abgehalten. Nach dem guten Essen wurde nach den Klängen der Musik von Franz Schreier und Heinz Grund fleißig das Tanzbein geschwungen. 27.07.1975. Heute wurde Dirigent Paul Lang Vater eines strammen Jungen. Dieses Ereignis wurde von den Sängern beim Klosterwirt kräftig begossen und bis nach Mitternacht gefeiert. 03.08.1975. Ausflug zum Spitzingsee. Bei strahlendem Sonnenschein brach die muntere Gesellschaft morgens um 5.30 Uhr mit dem Bus in Richtung Starnberg auf, nachdem die gesamte Familie Menzinger vorher noch aus den Federbetten getrommelt worden war. In Starnberg besuchte man die Hl. Messe, wo die lange geprobten Gospels als musikalische Umrahmung gesungen wurden. Herr Berlinger, ehemaliger Dirigent in Thierhaupten, war eigens aus Steingaden zur Messe gekommen und war voll des Lobes für die gesungenen Lieder. Nach einer Frühstückspause ging es weiter zum Schliersee und nach der Mittagspause wurde das Ziel Spitzingsee angepeilt. Das "junge Gemüse" machte sich zu Fuß an den Aufstieg, während die älteren Semester bequem im Bus hinaufgefahren wurden. Die herrliche Berggegend rund um den See war beeindruckend. Nach einem langen Tag brach man gegen 17.00 Uhr zur Heimfahrt auf. "Lobeshymne auf das Bier" |
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1975 - 1979 10.08.1975. Beim Sonntagsgottesdienst sang der gemischte Chor seine einstudierten Gospels in der Pfarrkirche in Thierhaupten. 17.08.1975. Beim Festumzug beteiligte sich der Chor mit einem Blumenwagen und einer Fahnenabordnung. 19.09.1975. Bergtour auf den Aggenstein bei Pfronten November 1975. Versammlung der Vorstände des Sängerkreises "Unterer Lech" und des "Augsburger Sängerkreises". Beim Klosterwirt musste die Frage geklärt werden, ob sich der Sängerkreis in eine Sängergruppe umbenennen oder aufgelöst werden soll, nachdem nur noch wenige Chöre dazugehörten. Nach hitzigen Diskussionen wurde beschlossen, alles so zu lassen, wie es war. 26.12.1975. Weihnachtsfeier am Stephanstag unter Leitung von Herrn Lang. Der erste Teil war von ernsten und klassischen Liedern geprägt. Der zweite Teil war dem Humor vorbehalten. Besonders "Das Gurkenlied", gesungen von Erich Ludl, Klemens Schreier, Franz Schreier und Franz Echerer bekam viel Applaus. Der Einakter "Das Geständnis im Kartoffeldämpfer" strapazierte die Lachmuskeln der zahlreichen Zuschauer. Zum Abschluss sang der Chor den dreistimmigen "Trinkkanon". 04.01.1976. Der Chor brachte seine Weihnachtslieder in der Pfarrkirche Thierhaupten beim Sonntagsgottesdienst noch einmal zur Aufführung. 10.02.1976. Ausschuss-Sitzung. Besonders ausführlich wurde u. a. darüber diskutiert, ob die künftigen Weihnachtsfeiern in der herkömmlichen Art und Weise gestaltet werden oder ob das Programm mehr in Form eines Konzertes zusammengestellt werden sollte. Ergebnis: Alles bleibt beim Alten, da die bisherige Form den größten Teil des Publikums anspricht. Außerdem wurde beschlossen, dass jeweils zum 70./75./80./85. Geburtstag usw. ein Ständchen für die aktiven und passiven Mitglieder und für die aktiven Mitglieder bereits zum 50. Geburtstag gesungen werden soll. 04.04.1976. Der Chor singt seine Negro-Songs in der Pfarrkirche in Neukirchen beim Sonntagsgottesdienst. 24.04.1976. Kränzchen beim Klosterwirt. Wirt Heinz Grund und seine Frau Vroni hatten ein wundervolles kaltes Buffet gezaubert, auf das sich die Gesellschaft nach einer Begrüßung durch 1. Vorstand Lammel stürzte. 07.05.1976. Heute vertrat Frau Lang ihren verhinderten Mann Paul bei der Chorprobe. 24.07.1976. Gausingen in Rain/Lech. Der Chor war von Frau Lang in strengen und langen Proben darauf vorbereitet worden. Herr Lang - der eigentliche Chorleiter - war aus beruflichen Gründen verhindert, so übernahm auch heute Frau Lang die Chorleitung. Zeitungsausschnitt: Harmonie ist bei den Sängern Trumpf 08.08.1976. Der Chor singt in der Sebastianskirche in Augsburg seine Spirituals. 15.08.1976. Festumzug. Der Chor ist mit einem Blumenwagen und der Standarte vertreten. 21.08.1976. Wandern in den Bergen bei Trauchgau. Es wurde eine feuchtfröhliche Nacht, die den meisten am nächsten Tag noch in den Knochen steckte. Vereinsjahr 1976/1977 24.09.1976. Nach der Sommerpause wieder Probenbeginn. Zur überraschung aller erklärte Dirigent Paul Lang, dass er ab heute sein Amt an seine Frau Marianne abtreten wird, selbst aber als aktiver Sänger dem Chor zur Verfügung stehen will. - Mit viel Schwung und Tatkraft nahm Frau Lang sofort die Sänger unter ihre Fittiche und manch einer tat einen leisen Seufzer, als die gestrenge Probenstunde endlich vorüber war. 24.11.1976. Theaterfahrt nach Augsburg. Gegeben wurde die "Csardas-Fürstin" von Emmerich Kálmán. Dezember 1976. In einer Chorprobe wurde aus den hinteren Reihen der Sänger der Vorwurf laut, die Anweisungen und Zeichen von Frau Lang nicht zu sehen, da sie zu klein sei. Klemens Schreier, 2. Vorstand und Schreinermeister, erklärte sich bereit, diesem Dilemma abzuhelfen und für die "kleine Frau Lang" einen Schemel anzufertigen. 26.12.1976. Traditionelle Weihnachtsfeier beim Klosterwirt. Der recht gute Besuch zeigte, wie beliebt diese Veranstaltung inzwischen geworden ist. Nach einem besinnlichen Teil folgten fröhliche Lieder. Das Theaterstück "Der letzte Schnaufer" kam sehr gut an. Zum Schluss servierte der Chor den Gästen einen Leckerbissen - ein Potpourri aus der Operette "Schwarzwaldmädel". 26.01.1977. Vorstandssitzung. 1. Vorst.Lammel stellte fest, dass die Erfolge des Chores z.B. beim Gausingen in Rain/L. vor allem dem sehr aktiven Ehepaar Lang zu verdanken sind. Erfreulich auch, dass der Chor seine Mitgliederzahl erweitern konnte. Dies ist sicher auch auf die Erfolge des Chores zurückzuführen. Herr Lang informierte die Anwesenden über eine geplante Fahrt mit dem Chor nach Saulheim in Rheinhessen zum dortigen Kirchenchor. Außerdem hat sich Herr Berlinger mit seinem Chor aus Steingaden bei den Thierhauptenern zu einem Besuch angemeldet. Dann wurde beschlossen, dass beim Ableben eines aktiven Sängers in Zukunft am Grab ein Lied gesungen wird. Eine längst überfällige Generalversammlung wurde auf den 11.03.1977 festgelegt. 11.03.1977. Generalversammlung. Es erschienen nur 34 Mitglieder. 1. Vorstand Lammel gab einen Bericht über die letzten drei Jahre ab. Ein besonderer Dank ging an das Ehepaar Lang. "Ein Chor lebt und stirbt mit seinem Dirigenten", so Vorstand Lammel. "Es ist schwer, Dirigenten zu finden, die solch einen Idealismus mitbringen, wie Herr und Frau Lang. Der Thierhauptener Chor ist in den letzten 10 Jahren immer stärker geworden und das nur, weil der Chor ein solches Glück mit Familie Lang hatte." Der Vorstand zeigte sich erfreut, dass der Chor ein "junger Chor" geworden ist, die Zahl der passiven Mitglieder allerdings ist rückläufig. Nach weiteren Punkten übernahm Kassier Ludl das Wort und gab als erstes bekannt, dass heute Abend pro Kopf und Nase zwei Liter Bier und eine Brotzeit ausgegeben wird, damit der Kassenbericht nicht so trocken wird. 15.04.1977. Kränzchen. Serviert wurde ein Rehbraten und danach spielte das "Schreier-Trio" zum Tanze auf. 30.04.1977. Bei der Maifeier auf dem Marktplatz sang auch der Chor unter Leitung von Frau Lang einige Lieder. 17.06.1977. Heute erteilte Dirigentin Lang den Sängern eine Standpauke wegen des schlechten Probenbesuchs. 08.07.1977. Chorkonzert des Sängerkreises "Unterer Lech" in der Rainer Realschule. 16./17.7.1977. Fahrt nach Saulheim in Rheinhessen zum Besuch des dortigen Kirchenchores. Ein Sommerfest mit Schwenkbraten und eine Weinprobe kamen bei den Thierhauptenern gut an. Am nächsten Tag sangen beide Chöre bei der Sonntagsmesse. Bei der Abfahrt Richtung Heimat lud Vorstand Lammel die Gastgeber zu einem Gegenbesuch nach Thierhaupten ein. 24.07.1977. Der heutige Tag wurde anstrengend für die Sänger. Um 10.00 Uhr gestaltete der Chor die Hochzeitsmesse für das Brautpaar Hörmann/Braunmüller mit seinen Liedern. 15.08.1977. Fleißige Helfer schmückten für den Festzug wieder einen Blumenwagen. 10./11.09.1977. Zweitägige Bergtour zur Brunnenkopfhütte im Ammergebirge. 06.11.1977. Der Chor Burgheim feierte sein 30jähriges Bestehen mit einem Konzert. Der Chor aus Thierhaupten unter Leitung von Frau Lang war dazu eingeladen und bekam viel Lob für seinen Vortrag. Es fiel besonders auf, dass ein gutes Verhältnis zwischen Chor und Dirigentin herrscht, was durch präzises Singen nach Zeichen der Dirigentin zum Ausdruck kam. 18.11.1977. Das Ehepaar Lang schlug heute vor, im nächsten Jahr statt einer Weihnachtsfeier einmal ein Frühjahrskonzert zu arrangieren. - Der Vorschlag wurde aber nicht weiter diskutiert, da die Probe im Moment wichtiger war. 26.12.1977. Am Nachmittag fand wie üblich die Generalprobe für den Abend statt. Auch das Theaterstück wurde in Originalkostümen geprobt. Herr Menzinger, seines Zeichens "Kammersänger" wollte es heuer einmal als "Kammerschauspieler" probieren. Er hatte gleich 2 Rollen zu spielen. Einmal als feiner Herr und zweitens als einfacher Arbeiter. Im Verlauf der Generalprobe, als er als feiner Herr abgegangen war, warteten alle auf seinen Auftritt als Arbeiter. Aber er ließ auf sich warten. Als endlich einige ungeduldig nach im sahen, stellten sie fest, dass es Herr Menzinger sehr genau mit seiner Doppelrolle nahm. Er wechselte unter seinem Kostüm sogar seine weiße Unterwäsche in die für den Arbeiter passende graue Wäsche um. 12.02.1978. Vorstand Lammel traf ein schwerer Schicksalsschlag. Plötzlich und unerwartet verstarb seine Gattin Rosa im Alter von erst 58 Jahren. Der Chor zeigte seine tiefe Anteilnahme und sang am Grab einen letzten Gruß. 01.04.1978. Herr Lang wird für die nächsten Wochen bei den Proben fehlen, wegen einer Operation an der Schilddrüse und an den Beinen. "Falls etwas schief geht", so meinte er, "wird er eben bei den Frauen mitsingen."
22.04.1078. Im Hinblick auf den Gegenbesuch der Thierhauptener Sänger in Steingaden, hatte sich Herr Guggenberger bereit erklärt, den Sängern einige Grundschritte in Trachtentänzen beizubringen. Es wurde ein netter Abend und es machte allen Spaß. 29./30.4.1978. Bei sonnigem Frühlingwetter trat der Chor seinen Gegenbesuch in Steingaden an. Sogar Paul Lang nahm nach überstandener Operation daran teil. Für die Thierhauptener Sänger war ein Ausflug ins Moor und ein Besuch der Wieskirche organisiert. Nach dem Mittagessen waren die "Schleierfälle" das Ziel. Doch die machten ihrem Namen alle Ehre und trotz sportlicher Anstrengungen blieb die ganze Sache recht "schleierhaft". Die "Schleierfälle" bekam keiner zu Gesicht. Der Rückweg erwies sich teilweise als recht beschwerlich und besonders Herrn Menzinger verließ beim Blick in einen steilen Abgrund der ganze Mut. Erst nach gutem Zureden und liebevoller Führung durch den hilfsbereiten Manfred Reiter ließ er sich widerstandslos weiterführen und teilweise auch tragen. Am Abend sang der Chor mit den Steingadener Sängern eine Abendmesse. Beim anschließenden Volkstanz konnte man die einstudierten Tanzschritte von Herrn Guggenberger vorführen. Am nächsten Tag war eine Ausflugsfahrt nach Füssen vorgesehen. Zurückgekehrt in die Heimat stellten alle fest: Der Besuch in Steingaden war eine erlebnisreiche Sache, trotz der "schleierhaften" Vorkommnisse. 12.05.1978. Chorkonzert des Sängerkreises "Unterer Lech" in Rain. Die Kritik in der Zeitung fiel sehr gut aus. Zeitungsausschnitt Chorkonzert beweist: Sängerkreis im Aufwind 15.07.78. Das jährliche Kränzchen fand wieder bei Familie Grund statt.
15.08.1978. Ein Festwagen wurde für den Festzug geschmückt. 16.09.1978. 2. Vorstand Klemens Schreier feierte Hochzeit mit seiner Braut Evi. Der Chor gestaltete den Trauungsgottesdienst durch seine Lieder. 29.09.1978. Da der Chor in letzter Zeit erfreulichen Zuwachs aus Neukirchen erhalten hat, wurde beschlossen, die Probe ab und zu in der Volksschule Neukirchen abzuhalten. 15.11.1978. Dirigentin Lang brachte heute ein gesundes Mädchen zur Welt. Bei der nächsten Probe spendierte der stolze Vater Paul einige Flaschen Wein, die nach der Chorprobe getrunken wurden. Er hatte heute als Dirigent ausgeholfen. 08.12.1978. Die wöchentliche Chorprobe musste heute ausfallen, da ein plötzlicher Eisregen den gesamten Verkehr lahm gelegt hatte und die Neukirchener Sänger fürchteten, über den steilen Berg nicht mehr heimzukommen. 26.12.1978. Weihnachtsfeier am Stephanstag. Frau Lang - nach der Entbindung bereits wieder voll im Einsatz - leitete das Programm. 13.03.1979. In den frühen Morgenstunden brach in dem alten Gemäuer der Klosterwirtschaft ein Feuer aus. Zum Glück wurden die Noten des Gesangvereins nur stark beschädigt. Vor allem die Umschläge der Bücher wurden teils sehr in Mitleidenschaft gezogen. 23.03.1979. Statt zur üblichen Probe traf man sich im Werkraum der Schule, um die größten Schäden am geretteten Notenmaterial zu beseitigen. Besonders die Gebrüder Schreier trugen dazu bei, dass die Bücher wieder das alte Aussehen erhielten. In Geduldsarbeit hatten sie mit einer Maschine die angekohlten, schwarzen Ränder abgeschliffen. Ebenso wurden von ihnen die geschwärzten Notenschränke wieder restauriert. 23.05.1979. Erstmals wurde vom Gesangverein ein Frühjahrskonzert veranstaltet. Im wieder hergestellten Saal des Klosterwirts präsentierte der Chor unter Leitung von Frau Lang ein bunt gemischtes Programm. Zeitungsausschnitt Gelungenes Frühlingskonzert 08.06.1979. Heute ehrte der Chor seinen darauf unvorbereiteten 1. Vorstand Lammel mit einem Ständchen für seine fast 30jährige Treue zum Verein als aktives Mitglied. 16.06.1979. In Niederschönenfeld fand das Chorkonzert des Sängerkreises "Unterer Lech" statt. Zeitungsausschnitt Das Programm konnte gefallen aienchöre auf Profiniveau 22.06.1979. Kränzchen mit Hammelbraten. Franz Schreier sorgte mit seiner "Quetschn’n" für musikalische Unterhaltung. 03.07.1979. 2. Vorstand Klemens Schreier wurde heute stolzer Vater eines Stammhalters. 20.07.1979. Reges Interesse fand ein Besuch in der Freilichtbühne in Augsburg. Aufgeführt wurde die "Ungarische Hochzeit". 29.07.1979. Die Ausflugsfahrt des Gesangvereins führte die Sänger in die Heimat von Frau Lang, nach Dattenhausen. Es wurde dort eine Messe gesungen, später das Schloss Thurn und Taxis besucht, die herrliche Barockkirche in Neresheim bewundert und danach in der "Thalmühle" in Ederheim eine Pause eingelegt. Durch eine herrliche Landschaft ging es dann wieder gemütlich der Heimat entgegen. 19.08.1979. Festwoche und Festumzug in Thierhaupten. Der Gesangverein schmückte einen prächtigen Blumenwagen. 27.08.1979. Die Sänger Josef Bissinger und Franz Schreier hatten vor der Chorprobe bereits unheimliche Gelüste auf ein Bierchen. Als beide mit einem Glas des edlen Gerstensaftes im Probenraum auftauchten, zogen sie sich die Missgunst von Dirigentin Lang zu, denn Bier vor dem Singen ist Gift. Nachdem die beiden Sünder ihren Anpfiff von Frau Lang erhalten hatten, gingen sei los, um bei der Wirtin ihr Bier in Wein "umzutauschen". Damit zurück wurde mit Dirigentin Lang zur Versöhnung angestoßen. 01./02.09.1979. Für einen zweitägigen Gegenbesuch hatte sich der Saulheimer Kirchenchor in Thierhaupten angemeldet. Nach der Ankunft wurde erst ein Mittagessen serviert und anschließend stand eine Fahrt nach Augsburg auf dem Programm. Am Abend sang man gemeinsam in der Messe. Später beim Grillen in Neukirchen wurde gefeiert und gesungen. Am Sonntag rundete eine Kirchenführung in der Pfarrkirche in Thierhaupten und im Heimatmuseum den Besuch der Saulheimer ab, bevor sie sich auf den langen Heimweg machten. 12.10.1979. Heute schien ein besonderer Tag zu sein. Frau Lang, die Dirigentin, stellte wohlwollend fest, dass ausnahmsweise fast alle pünktlich um 20.00 Uhr und sogar zahlreich zur wöchentlichen Chorprobe erschienen waren. 25.12.1979. Am 1. Weihnachtsfeiertag umrahmte der Thierhauptener Chor mit seinen Weihnachtsliedern die Hl. Messe in Neukirchen. 26.12.1979. Die Weihnachtsveranstaltung des Gesangvereins fand auch heuer wieder reges Interesse bei der Bevölkerung. Zeitungsausschnitt Harmonie in Thierhaupten Im Saal der Gaststätte "Klosterwirt" veranstaltete der Gesangverein Harmonie einen bunten Abend, der bei der Bevölkerung reges Interesse fand. 1. Vors. Lammel freute sich über das volle Haus, insbesondere über Pfarrer Schmid, Bürgermeister Hölzl und die Vertreter der befreundeten Nachbarvereine. Er appelliertean die Besucher: "Haltet uns die Treue!" und wies auf das Frühlingskonzert hin, das die Harmonie im Mai durchführen möchte…… Geschichte 1975-1979 ausblenden |
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1980 29.03.1980. Der Gesangverein „Harmonie“ Thierhaupten nahm heute an einer Veranstaltung des Schwäbisch-Bayerischen-Sängerbundes in Gundelfingen teil. Die Leitung hatte Bundeschorleiter Franz R. Miller. Die Sänger aus Thierhaupten trugen die Lieder „Nein, aber nein“, „Jetzt kommen die lustigen Tage“ und „Die ungarischen Husaren“ vor. 11.04.1980. Die Generalversammlung des Sängerkreises „Unterer Lech“ fand heuer in Thierhaupten beim Klosterwirt statt. Der Gesangverein sorgte mit ein paar Liedern für die Auflockerung der Tagesordnung. 02.05.1980. Zur Chorprobe schleppten zwei junge Sängerinnen (Rosmarie Meir und Monika Ludl) einen abgesägten Baumstumpf an, auf den sich Dirigentin Lang beim Dirigieren stellen kann. Der Grund: Die zwei jungen Damen, die besonders groß ausgefallen sind, behinderten die hinter ihnen stehenden Sänger des Tenors, so dass diese wiederum die etwas klein geratene Frau Lang beim Arbeiten (sprich Dirigieren) nicht richtig sehen konnten und sich deshalb des öfteren in ihren Gesang Fehler eingeschlichen hatten. Aber jetzt gibt es keine Ausreden mehr! 10.05.1980. Chorkonzert des Sängerkreises „Unterer Lech“ in Genderkingen. Zeitungsbericht - Auszug Kreiskonzert mit gesteigerter Leistung – Echtes Bemühen um Klangkultur – Sonderlob für „Harmonie“ . .....Den musikalischen Höhepunkt des Abends erbrachte der Gesangverein „Harmonie“ Thierhaupten, den Marianne Lang geschickt leitete. Chortechnisch wurde eine beachtliche Klangkultur erreicht, programminhaltlich blieben mit den Sätzen „Nein, aber nein“ von Helmut Scheck, „Was kümmern mi die Sterndl“ von Herman Delacher und „Jetzt kommen die lustigen Tage“ von Gerhard Kronberg keine Wünsche offen. Die Chorleiterin, Frau Lang, bewies mit ihren begeisterungsfähigen Stimmen, dass man auch ohne Schlagerelemente erfolgreich konzertieren kann... 24.05.1980. Der mit Birken und Flieder geschmückte Saal des Klosterwirtes war der Rahmen für das Frühlingssingen des Gesangvereins „Harmonie“ Thierhaupten. Zeitungsbericht - Auszug Vielstimmige Huldigung für den Frühling ......Der Gesangverein „Harmonie“, ein gemischter Chor, der auch bei auswärtigen Sängertreffen anerkennende Kritiken bekam, erwies sich als ein homogener Klangkörper- hervorzuheben sind die saubere Tongebung, die sinnvolle Phrasierung und die deutliche Aussprache. Die Mitwirkenden sangen die A-capella-Chöre mit Hingabe und Begeisterung und folgten willig der tüchtigen Chorleiterin Marianne Lang. Die Struktur des Chores machte es sogar möglich, gelegentlich reine Männerchor-, Frauenchor- oder Dreigesangsätze darzubieten.... 13.06.1980. Ein Besuch des Burgheimer Chores in Thierhaupten frischte die alte Freundschaft, die beide Chöre schon lange verbindet, wieder auf. Während eines geselligen Beisammenseins beim Klosterwirt wurden frohe Lieder bei einem Glas Wein und einer Brotzeit gesungen. 21.06.1980. Gemeindeausflug mit der Bahn nach Ebersbach am Neckar. Der Gesangverein nahm an dieser Fahrt teil und unterhielt die Ausflügler mit frohen Liedern. (Auszug aus dem Gemeindeblatt) Gemeindeausflug nach Eberbach am Neckar 09.07.1980. 2. Vorstand Klemens Schreier wurde zum zweiten Mal stolzer Vater eines strammen Jungen. Das Besondere daran: Er musste bei der Geburt sogar selbst mit Hand anlegen und als Hebamme fungieren. - Da konnte ja nichts schief gehen! 11.07.1980. Etwas spät fand heuer das traditionelle Kränzchen statt. Nach einem vorzüglich von der Klosterwirtin zubereiteten Essen konnte man nach Plattenmusik sein Tanzbein schwingen. Zur weiteren Unterhaltung wurden ältere Filme von früheren Ausflügen der Sänger vorgeführt. Bei gemütlichem Beisammensein fand der Abend ein gutes Ende. 12.07.1980. Zur standesamtlichen Trauung überraschte der Chor seinen 1. Vorstand Lammel und seine junge Frau mit einem Ständchen. Gerührt dankten Herr Lammel und seine Frau den Sängern für die Überraschung, die voll gelungen war. 18.07.1980. Der heutige schlechte Probenbesuch inspirierte 2. Vorstand Klemens Schreier zu einem Vierzeiler: 4 san jung (Sopran), 8 san alt (Alt), 2 san dumm (Tenor) und mir 4 wern's bald (Bass). 31.07.1980. Zum 90. Geburtstag ehrte der Verein sein Ehrenmitglied Josef Herb (Wanger) mit einem Ständchen. 1. Vorstand Lammel dankte dem Jubilar für die Verdienste, die er für den Verein geleistet hat und überreichte ihm als Anerkennung eine Urkunde, auf der sich alle zur Zeit aktiven Sänger eingetragen hatten. 17.08.1980. Zum diesjährigen Festumzug des Krieger- und Soldatenvereins schmückte der Gesangverein einen Festwagen mit dem Motiv der Friedensglocke aus lauter Blüten. 27./28.09.1980. Ausflug nach Imst/Tirol. Bei dickem morgendlichem Herbstnebel begann der zweitägige Ausflug des Gesangvereins. Die Fahrtroute führte über Landsberg, Steingaden, Füssen, Reuthe, über den Fernpaß nach Mils bei Imst im Oberinntal/Tirol. Aber schon bei Steingaden lichtete sich der Nebel, und bald erstrahlten die Berge bei herrlichem Herbstsonnenschein. Gegen 12.30 Uhr erreichte man nach anstrengender Fahrt das kleine Dorf Mils bei Imst, wo die Ausflügler bereits von Familie Waldvogel erwartet wurden. Nach einem guten Mittagessen und der Quartierverteilung fuhr man vom nahen Zams (780m) aus mit einer Gondelbahn, der Venetbahn, auf den 2208m hohen Krahberg. Von dort aus zeigte sich bei herrlichem Wetter das Inntal von seiner allerbesten Seite. Die unermüdlichsten Sänger stiegen im Eiltempo auf den 2513m hohen Venetberg und erreichten gerade noch die letzte Gondel ins Tal. Zurück in Mils war für 18.00 Uhr eine Probe in der Kirche festgesetzt und danach gab es Abendessen in einer nahen Gastwirtschaft. Der Bürgermeister von Mils (300 Einwohner), der mit den Mitgliedern des dortigen Kirchenchores zu einem gemütlichen Beisammensein gekommen war, begrüßte den Thierhauptener Chor aufs herzlichste und stellte seine Chormitglieder vor. Bei Wein und Gesang saß man noch bis zum frühen Morgen zusammen. Am Sonntag, nach kurzer Nacht, zeigte sich wieder ein wunderschöner Herbsttag. Um 9.00 Uhr fand die Sonntagsmesse in der Milser Kirche statt, die der Thierhauptener Chor mit seinen Liedern festlich umrahmte. Danach verabschiedete man sich nach kurzer Bekanntschaft bereits wieder von den Milser Sängern. - Die Fahrt führte weiter zur nahen Kronenburg. Über einen abenteuerlich schmalen Weg ging es aufwärts. Oben gab es ein Wallfahrtskirchlein zu besichtigen und nach weiterem Aufstieg die Ruine der ehemaligen Kronenburg. Außerdem wurde man durch eine herrliche Aussicht über das Inntal belohnt. Über die enge, steile Straße, die manches Herz ängstlich flattern ließ, ging es wieder zurück ins Tal und weiter nach Imst ins Hotel Stern, dessen kulinarische Genüsse bereits von Familie Waldvogel aufs höchste gepriesen wurden. Die Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Auf der Sonnenterrasse servierte man den Thierhauptener Sängern, was ihr Herz begehrte. Als kleine Überraschung für die Gäste aus Bayern spielte die Milser Stubenmusi zur Unterhaltung auf. So aufs beste versorgt, wurde gegen 15.00 Uhr die Rückfahrt angetreten, nachdem man sich von Familie Waldvogel verabschiedet hatte. Sie hatte die gesamte Organisation der zwei Tage übernommen. Als Dank dafür lud 1.Vorstand Lammel Herrn und Frau Waldvogel und den Milser Kirchenchor zu einem Gegenbesuch nach Thierhaupten ein. Dieser Ausflug, mit seinen wundervollen Eindrücken, wird wohl allen Sängern lange unvergesslich bleiben. 03.10.1980. Der Gesangverein "Eintracht Langweid" hatte zu seinem traditionellen Weinfest eingeladen.... Zeitungsbericht - Auszug Gemütlicher Abend bei guten Tröpfchen.Am vergangenen Wochenende veranstaltete der Gesangverein "Eintracht" sein traditionelles Weinfest......... Herzlich willkommen hieß er den Gesangverein "Harmonie" aus Thierhaupten mit seinem Vorsitzenden Ludwig Lammel und die "Oberdörfler Buam" aus dem gleichen Raum. Der Gesangverein unter der Leitung von Marianne Lang trug wesentlich zur Programmgestaltung bei. Die Lieder "Nein, aber nein", "Wo mag denn nur mein Christian sein" und der "Blankenstein-Husar" ließen eine frohe Stimmung aufkommen. Viel Beifall spendete das Publikum........ 25.10.1980. Die "Liedertafel Aindling" veranstaltete ein volkstümliches Singen und Musizieren. Der Gesangverein Thierhaupten, übrigens Patenverein von Aindling, sang unter Leitung von Frau Lang die Lieder "Rosestock, Holderblüt" und "Wia's kummt". 26.12.1980. Stephanstag. Das traditionelle Weihnachtssingen fand auch heuer großen Zuspruch bei der Bevölkerung in Thierhaupten und Umgebung. Den zahlreichen Besuchern bot der Gesangverein unter der Leitung von Marianne Lang ein ausgewogenes Programm. Der erste Teil wurde von besinnlichen und weihnachtlichen Liedern geprägt, während nach der Pause die Besucher durch lustige und fröhliche Liedern unterhalten wurden. "Auf den Brettern, die die Welt bedeuten", wie 1. Vorstand Lammel meinte, spielten beherzte Sänger Szenen von Karl Valentin vor und das Theaterstück "Die blamierten Brautwerber". Den Abschluss des Programms bildeten die Lieder "Am Brunnen vor dem Tore", "Schon die Abendglocken klangen" und "Muß i denn zum Städtele hinaus".
1981 18.01.1981. In der neu renovierten Kirche in Heimpersdorf sang der Chor beim Sonntagsgottesdienst seine Lieder. Nach der hl. Messe führte Herr Hell die Sänger durch die schöne Kirche und erläuterte die dargestellten, teils wertvollen Bilder und Figuren. 28.02.1981. Eine Abordnung des Vereins überbrachte seinem langjährigen aktiven und passiven Mitglied Franz Reiter zum 75. Geburtstag die besten Wünsche für die weiteren Jahre. Vom 03.04.-12.04.1981 fanden die Kultur- und Heimattage 1981 im Landkreis Augsburg statt. Das Programm zeigte einen Querschnitt des kulturellen Lebens und Geschehens in unserem Landkreis, das sich nicht allein in folkloristischen Beiträgen erschöpft. Der Chorgesang hatte seinen großen Tag am 10.04.1981 in Heimpersdorf in der Gastwirtschaft Bachmeier. Der gemischte Chor brachte folgende Lieder unter der Leitung von Frau Lang zur Aufführung: "All’ mein Gedanken" (Johannes Brahms), "Tanzlied" (Hans Lang), "Was kümmern mi die Sterndal" (Hermann Derlacher) und das "Echolied" (Orlando di Lasso), das besonderen Anklang fand. Zeitungsbericht - Auszug In Heimpersdorf verbinden Lieder zwei Volksstämme Gesang als gesunde Mischung schwäbisch-bayerischer Lebensart - Vielfalt der Landkreischöre kommt bei Sängerabend zum Ausdruck. Thierhaupten/Heimpersdorf. Ein schöner Erfolg war der im Rahmen der Kultur- und Heimattage 1981 vom Augsburger Sängerkreis West initiierte Volksliederabend. ... Der gut geschulte Gesangverein "Harmonie" Thierhaupten, in dem die Jugend stark vertreten ist, fand unter der Leitung von Marianne Lang mit einem Echolied von Orlando di Lasso und dem Tanzlied von H. Lang großen Anklang. ... 08.05.1981. Das Chorkonzert des Sängerkreises "Unterer Lech" fand ebenfalls in Heimpersdorf statt. Der Gesangverein "Harmonie" Thierhaupten gab die Lieder "Wem Gott will rechte Gunst erweisen" (Otto Jochum), "Und in dem Schneegebirge" (Franz Burkhard), "Am Brunnen vor dem Tore" (Franz Schubert), "Der Hans hat sein'm Dirnderl" (F.H. Leucht) zum besten. Der humorgewürzte Beitrag "Wo mag denn nur mein Christian sein" erntete besonders starken Beifall. Auch der gemischte Kreischor - bestehend aus Baar, Thierhaupten und Bayerdilling - wartete mit einigen Liedern auf. 16.05.1981. Anlässlich der Vermählung des aktiven Mitgliedes Pia Schimmel mit Wilhelm Steidle brachte der Chor am Vorabend der Trauung dem jungen Paar ein Ständchen dar. 21.05.1981. Im hohen Alter von fast 91 Jahren verstarb Herr Josef Herb (Wanger), Ehren- und Gründungsmitglied des Gesangvereins. – Er ruhe in Frieden - 22./23.05.1981. Der Schwäbisch-Bayerische Sängerbund hatte zu einem Chorfest nach Lindau eingeladen, das Seltenheitswert hatte. Rund 10.000 Sänger von fast 400 Chören aus ganz Schwaben und noch viel mehr Anhänger der Sangeskunst strömten auf der Insel zusammen, um ein Chorfest zu feiern, wie man es nur alle Jubeljahre zu sehen und zu hören bekommt. - Unter freiem Himmel, an wechselnden Plätzen, zeigten die Chöre weniger ihr Können als ihre Freude am Gesang und verwandelten die Insel für einen Tag in eine "singende Insel". - "Der liebe Gott muss ein Sänger sein" hörte man allerorten sagen, denn Tage zuvor regnete es in Strömen und keiner glaubte daran, dass dieser Tag anders verlaufen würde. Doch Lindau erstrahlte, wie eigens für diesen Tag bestellt, im hellsten Sonnenschein, so dass besonders auch dem Hauptorganisator Franz R. Miller ein Stein vom Herzen fiel. Auch den Sängern aus Thierhaupten und besonders Frau Lang konnte man die Erleichterung ansehen, als bei der Ankunft mit dem Bus die Insel im Bodensee in gleißendem Sonnenlicht erstrahlte. - Das vorgegebene Programm lief ohne größere Schwierigkeiten ab und als spät in der Nacht, nach einem brillanten Feuerwerk auf dem See und einem Hafenkonzert die Heimfahrt angetreten wurde, waren alle zwar "hundemüde", aber froh, dabei gewesen zu sein. 04.06.1981. Heute sang der Chor zu Ehren des am 21.05.81 verstorbenen Ehrenmitgliedes Josef Herb (Wanger) anlässlich der Siebentmesse in der Kirche seine Lieder. Der Chor konnte bei der Beerdigung am 23.05. seinem langjährigen Mitglied nicht das letzte Geleit geben, da die Fahrt nach Lindau bereits fest geplant und auch zugesagt war. 16.08.1981. Der Verein schmückte zum diesjährigen Volksfest der Freiwilligen Feuerwehr einen Wagen mit einem Motiv der Feuerwehr aus Tausenden von Blüten. 12.09.1981. Zur Hochzeit der ältesten Tochter des Ehepaares Barl/Neukirchen gestaltete der Thierhauptener Chor die Trauungsmesse in der Kirche in Neukirchen mit seinen festlichen Liedern. Der Gesangverein bedankte sich auf diese Art und Weise bei Herrn Barl für seine Treue, die er bereits viele Jahre unter Beweis gestellt hat, indem er als guter Geist des Vereins alljährlich bei der Weihnachtsfeier, bei Konzerten und Hochzeiten und sonstigen Auftritten den Chor am Klavier oder an der Orgel begleitet hat. Er möge dem Verein noch lange erhalten bleiben! 19.09.1981. Heute hatte der Verein schon wieder eine ehrbare Aufgabe zu erfüllen, nämlich das langjährige aktive Mitglied Manfred Reiter endlich ordnungsgemäß unter die Haube zu bringen. Die kirchliche Trauung fand in Holzheim statt. Der Chor umrahmte mit seinen Liedern die feierliche Trauungsmesse und Herr Bauer brachte mit seiner gewaltigen Stimme das schöne Gotteshaus zum Erbeben. - Die Hochzeitsfeier fand später beim Klosterwirt in Thierhaupten statt. Am Abend brachte der Chor dem Brautpaar noch ein Ständchen dar, welches mit einer guten Brotzeit belohnt wurde. 06.11.1981. Zu einer Ausschusssitzung fanden sich heute die aktiven Vorstandsmitglieder zusammen. Der zu klärende Punkt war, ob heuer das traditionelle Weihnachtssingen stattfinden soll oder nicht. Nach sorgfältigem Abwägen aller Gründe FÜR und WIDER wurde schweren Herzens aber einstimmig beschlossen, dass hinsichtlich der Anfang Januar 1982 erwarteten Geburt des 3. Kindes von Frau Lang das diesjährige Weihnachtssingen ausfällt. Gleichzeitig wurde festgelegt, dass dafür im Frühjahr 1982 ein Frühjahrskonzert aufgeführt werden soll. 21.11.1981. Der Gesangverein Bayerdilling feierte sein 60jähriges Gründungsfest. Zur Jubiläumsveranstaltung mit dem Sängerkreis "Unterer Lech" war auch der Gesangverein Thierhaupten eingeladen. Unter der Leitung von Frau Lang brachte der Chor seine Lieder "Tanzen und Springen", "An hellen Tagen" und "Amor im Nachen" zur Aufführung. Nach der Pause wurden noch die Lieder "Das Landsknechtständchen" und das "Echolied" vom Thierhauptener Chor dargeboten. Letzteres Lied fand besonders großen Beifall bei den anwesenden Gästen. 1982 03.02.1982. Zur Geburt des 3. Kindes der Familie Lang - einem Mädchen namens Veronika - besuchte eine Abordnung des Vereins das glückliche Elternpaar in Neukirchen und überbrachte die Glückwünsche des Vereins. Als Geschenk wurde wieder ein Sparbuch für den neuen Erdenbürger überreicht. 10.03.1982. Heute fand beim Klosterwirt eine Ausschusssitzung statt. 1. Vorstand Lammel begrüßte die Anwesenden und gab einen kurzen Rückblick über das vergangene Jahr. Er stellte fest, dass der Chor im Laufe des Jahres 1981 wieder sehr aktiv gewesen war. Danach ging er sofort zum ersten Punkt der Tagesordnung über, nämlich der Vorbereitung der längst fälligen Generalversammlung. Als Termin wurde der 02.04.82 festgelegt. Vorstand Lammel kündigte an, dass er eine eventuelle Wiederwahl auf keinen Fall mehr annehmen werde, da er nun bereits fast 30 Jahre als Funktionär beim Verein tätig war, und zwar als Dirigent, Schriftführer, 2. Vorstand und zuletzt seit 1974 als 1. Vorstand. Als nächstes wurde der Mitgliederstand des Vereins angesprochen. Der häufige und starke Wechsel besonders unter den jüngeren Mitgliedern beunruhigte Herrn Lammel. Außerdem meinte er, dass mehr Werbung für den Verein betrieben werden sollte. 3. Punkt der Besprechung war die finanzielle Lage des Vereins. Ersatzkassier Manfred Reiter gab einen äußerst befriedigenden Kassenbericht, so dass die anschließende Diskussion über eine Erhöhung des Beitrages von bisher 3 DM als nicht notwendig empfunden wurde. ... Danach dankte 1. Vorstand Lammel Frau Lang für ihren persönlichen Einsatz im vergangenen Jahr trotz ihrer Schwangerschaft und stellte wieder fest, dass der Verein mit Familie Lang ein besonderes Los gezogen hat, zumal sich Frau Lang dem Chor unentgeltlich als Dirigentin zur Verfügung stellt. ... 02.04.1982 Heute fand um 19.30 Uhr die längst fällige Generalversammlung statt. 30.04.1982 Heute sang der Chor während der Chorprobe ein Ständchen für die Ex-Vorstände Ludwig Lammel und Klemens Schreier. Als sichtbaren Dank für ihre geleistete Arbeit in den letzten Jahren wurde ihnen jeweils ein Geschenk überreicht. 08.05.1982 In Reicherstein fand heute das Chor-Konzert des Sängerkreises "Unterer Lech" statt. Der Gesangverein Thierhaupten brachte unter Leitung von Frau Marianne Lang die Lieder "Der Winter ist vergangen", "So sei gegrüßt viel tausendmal", "Im Frühtau zu Berge" und "Kommt ihr G’spielen" zu Gehör. 19.05.1982. Beim Klosterwirt veranstaltete der Chor sein "Frühlingskonzert". Unter Mitwirkung des Tenors Karl Bauer, Christoph Gollinger (Klavier), Helmut Maschke (Baß), Hildegard Buckel (Klavier), des gemischten Chors aus Langweid unter Leitung von Herrn Franz Dolak, Walter Dolak (Klavier) und des gemischten Chors Thierhaupten unter der Leitung von Frau Lang wurde den Zuhörern ein ausgewähltes Programm alter Meister, sowie einige Volksweisen dargeboten. Zeitungsbericht – Auszug Reichhaltiges Programm - Romantisches in frischem Chorgesang Juni 1982. An einem lauen Sommerabend sang der Chor während der Singprobe mit Erlaubnis der Gutsbesitzerin Frau Gruner im ehemaligen Klostergarten einige Lieder, um die gute Akustik dort auszuprobieren. Dabei reifte besonders bei Frau Lang der Gedanke, dort einmal ein Konzert zu veranstalten. Dahin wird aber noch ein weiter Weg führen, denn erst müsste dort alles gesäubert und hergerichtet werden. 18.07.1982. Zur Feier des 30jährigen Bestehens des "Männergesangvereins Nordendorf" war der Chor am Sonntagnachmittag einer Einladung nach Nordendorf gefolgt. 23.07.1982. Die Singprobe fand heute ausnahmsweise in Neukirchen statt. Danach lud Familie Lang zu einem kleinen Grillfest zum Abschluss des Sängerjahres in ihren Garten ein. Zu seinem Einstandes als 1. Vorstand spendierte Erich Ludl feine Würste und Kartoffelsalat als Beilage. Die Sänger ließen sich den unerwarteten Imbiss gut schmecken und langten auch bei Bier und Most aus Familie Langs Vorräten kräftig zu. 15.08.1982. Zum Festumzug des Schützenvereins schmückte der Gesangverein einen bereits traditionell gewordenen Blumenwagen passend mit dem Motiv einer Armbrust. 17./18.09.1982. Der Chor sang seinem aktiven Mitglied Bernhard Schreier und seiner Braut Elfriede Schmelcher am Vorabend des Hochzeitstages ein Ständchen. Am nächsten Tag gestaltete der Chor den feierlichen Trauungsgottesdienst für das Brautpaar in der Pfarrkirche Thierhaupten mit seinen Liedern. 24.09.1982. Heute sang der Chor seinem passiven Mitglied Ludwig Straßer zum 03.10.82. Ausflug des Gesangvereins nach Attenhausen bei Günzburg. Bei morgendlichem trüben Herbstwetter trafen sich die Ausflügler gegen 8.00 Uhr, um mit dem Egenberger-Bus einen gemütlichen Ausflug in den Heimatort von Frl. Engelhard zu unternehmen. Nach 05.12.1982. Am Sonntagabend fand in der Kirche "Johannes der Täufer" in Heimpersdorf ein Adventsingen statt. H.H. Pfarrer Konrad aus Gundelsdorf sprach jeweils einleitende Worte zwischen den Programmfolgen. An der Orgel spielte Peter Schmidberger aus Aindling und der Thierhauptener Chor unter der Leitung von Marianne Lang sang weihnachtliche Lieder. Dieses Adventsingen war eine schöne, besinnliche Stunde in der Vorweihnachtszeit, die bei allen Anwesenden guten Anklang und große Anerkennung fand. 19.12.82 Beim Sonntagsgottesdienst in der Pfarrkirche Neukirchen gestaltete der Thierhauptener Gesangverein die feierliche Messe mit seinen Weihnachtsliedern. 26.12.82 In altbewährter Weise hatte Chorleiterin Marianne Lang das Programm der Weihnachtsfeier des Gesangvereins Thierhaupten zusammengestellt. ... Im Rahmen der Weihnachtsveranstaltung überreichte 1. Vorstand Erich Ludl der Chorleiterin ein Geschenk und dankte ihr im Namen des Vereins für ihre geleistete Arbeit, die nicht gerade immer leicht ist. Zeitungsbericht - Auszug Volles Haus - Publikum nimmt Darbietungen begeistert auf 1983 Mitglieder am 1.2.1983: 14./21.01.1983. Statt jeweils einer Chorprobe wurden die Notenblätter, die wie "Kraut und Rüben" durcheinanderlagen, geordnet, verteilt und in die inzwischen angeschafften Ordner eingeheftet. 21.04.1983. Sangesbruder Schreier Klemens wurde heute zum 3. Mal Vater eines Sohnes! Er meinte dazu: "Seit Monaten suchen wir einen Namen für eine Tochter ...! Ich glaub', ich lern's nimmer ...!" 21.04.1983. Heute fand eine Versammlung der Kreisvorstände statt. Frau Marianne Lang wurde zur Kreisdirigentin gewählt. Sie ist damit die einzige weibliche Kreisdirigentin im Deutschen Sängerbund (DSB). Manfred Reiter wurde zum Kreiskassier ernannt. Beiden herzliche Gratulation im Namen des Vereins. 22.04.1983. Sänger Adolf Schreier (Bass) beschwerte sich heute während der Singprobe, dass er bei Dirigentin Frau Lang schon seit Jahren nicht mehr zum "Schnaufen" käme, weil er sich immer zu sehr auf den Text konzentrieren müsse ...!? 06.05.1983. Chorkonzert des Sängerkreises "Unterer Lech" in Bayerdilling. Der gemischte Chor Thierhaupten hatte die Ehre, das Konzert zu eröffnen. Unter der Leitung von Marianne Lang sang der Chor folgende Lieder: "An hellen Tagen", "In stiller Nacht" und die Negro-Spirituals "My Lord what a morning" und "There's a meeting here tonight" 11.05.1983. Zur Goldenen Hochzeit von Anna und Hans Egenberger sang der Chor seinen passiven Mitgliedern am Kirchplatz nach einer feierlichen Messe ein Ständchen. 1. Vorstand Ludl wünschte den beiden Jubilaren zu diesem hohen Feste im Namen des ganzen Vereins für die weiteren Jahre alles Gute und überreichte eine Blumenschale als Geschenk. 27.05.83 Zum 20. Jahrestages der Priesterweihe unseres H.H. Pfarrers Wilhelm Schmid fanden sich bei der Abendmesse am Freitag in Neukirchen die Kirchenchormitglieder von Thierhaupten, Neukirchen und Baar ein, um dem völlig ahnungslosen Jubilar zu diesem Ehrentag zu gratulieren. Der Gesangverein Thierhaupten hatte die Ehre, die Messe mit seinen Liedern zu gestalten. Herr Pfarrer Schmid war völlig überrascht und sichtlich gerührt, dass man an diesen Tag gedacht hatte und ihm die Ehre erwies. 04.06.1983. Frühjahrskonzert des Gesangvereins Thierhaupten Zeitungsbericht - Auszug Chöre und solistische Einlagen - Liederstrauß mit bunter Vielfalt 17.-19.06.1983. Ausflug nach Cavalese/Südtirol. Um 4.00 Uhr morgens, einer recht unchristlichen Zeit, ging die Fahrt los. Mit dem Egenberger-Bus fuhr die noch recht verschlafene Gesellschaft über Augsburg, Landsberg, Schongau, Garmisch, Mittenwald, Zirler Berg zur Innsbrucker Brennerautobahn. Gegen 8.00 Uhr gab es dann Frühstück im "Wipptaler Hof", wo auch der letzte Langschläfer merkte, dass man sich bereits mitten in den Bergen befand. Weiter ging's über Sterzing, Brixen, Bozen nach Auer und hinauf bis zum Wallfahrtsort Maria Weißenstein. Nach Besichtigung der Wallfahrtskirche und einer kleinen Erfrischung im nahen Gasthof erreichte man dann das Ziel: Cavalese. -. - Am nächsten Tag hatten sich doch tatsächlich ein paar Regenwolken ausgerechnet Cavalese und Umgebung ausgesucht, um ihre Last loszuwerden. Nach dem Frühstück entschlossen sich alle, trotzdem die große Dolomitenfahrt zu unternehmen. Und siehe da, schon nach wenigen Kilometern guckte plötzlich die Sonne hinter den Bergen hervor und bescherte den Ausflüglern ein wahrhaft einmaliges Erlebnis. Nach einem ausgiebigen Mittagessen bestand die Möglichkeit zur Auffahrt mit der Seilbahn auf die 2005m hohe Seiser Alm. Wer die Gondelfahrt wagte, konnte ein unbeschreibliches Bergpanorama bewundern. Die Rückfahrt nach Cavalese führte über Bozen und Auer. Später wartete noch eine Weinprobe, die in der Pension bestellt war. Die verschiedenen Weine mundeten hervorragend, so dass mancher beim Probieren etwas zu tief ins Glas schaute. Gegen Morgen fanden auch die letzten müden "Weinspezialisten" ihr Bettchen. Am 3.Tag, nach dem Frühstück und Besuch der heiligen Messe, wurde die Rückfahrt angetreten. Obwohl man bei strömenden Regen müde zu Hause ankam, war wohl jeder mit dem 3tägigen Ausflug und den vielen schönen Eindrücken zufrieden und froh, dabei gewesen zu sein. 24.06.1983. Nach kurzer Chorprobe waren die Sänger im gastlichen Haus von Familie Stockhausen zu einer Grillparty eingeladen. Bei Würstl vom Rost, Salaten, Bier und Most konnte man es an diesem lauen Sommerabend gut auf der Terrasse aushalten. Zu fortgeschrittener Stunde servierten die Gastgeber noch ein Glas selbst produzierter, eingelegter Peperoni. So mancher, der sich neugierig und unbedacht über diese teuflisch scharfen "Dinger" hermachte, wurde böse und "nachhaltig" bestraft. 01.07.1983. Frau Marianne Lang wurde heute bei der Chorprobe von Franz Schreier, seines Zeichens 2. Vorstand, mit einem Strauß Rosen überrascht, die er ihr zum heutigen Geburtstag mit einem herzlichen Glückwunsch überreichte. Der Chor schloss sich an und sang seiner Dirigentin ein "Mini"-Ständchen. 30.07.1983. Am Vorabend der kirchlichen Trauung sang der Chor seinem aktiven Mitglied Theresia Schreier und ihrem Bräutigam Martin Fendt ein Ständchen. Den Trauungsgottesdienst am nächsten Tag gestaltete der Gesangverein sehr festlich mit seinen Liedern. 14.08.1983.. Zum Festumzug des Musikvereins schmückten die Sänger einen Blumenwagen mit dem Motiv der Lyra, einem Bass- und einem Notenschlüssel. August 1983. Franz Schreier, 2. Vorstand des Vereins und aktiver Sänger, legte erfolgreich die Meisterprüfung zum Orgelbauer ab. Sein Meisterstück, eine zweimanualige Hausorgel, nach eigenem Entwurf gefertigt, erhielt vom Prüfungsausschuss die Note "Eins". 29.10.1983. Die Chorgemeinschaft Burgheim veranstaltete ein Herbstkonzert zusammen mit dem Gesangverein Thierhaupten unter dem Motto "Mein Stimme klinge". Zeitungsbericht - Auszug Burgheim (fm) ... Der 1.Vorstand der Chorgemeinschaft Burgheim, Hans Hönig, betonte in seinem Grußwort, dass bei diesem Konzert kein Sängerwettstreit zwischen Thierhaupten und Burgheim stattfinden solle, sondern man fröhlich miteinander singen wolle. ... So gesehen verbieten es die glanzvollen Darbietungen, irgendwelche Noten zu verteilen. ... Unter Leitung von Marianne Lang brachten die Sängerinnen und Sänger aus Thierhaupten drei Madrigale, "An hellen Tagen", "Amor im Nachen" und "Mit Lieb' bin ich umfangen" zu Gehör, denen sich nach der Pause die Negro-Spirituals "There's a meeting here tonight" (Solist Franz Schreier), "Kumbayah" und "Study war no more" (Solistin Gerti Kiss) folgen ließen. ... 04.11.1983. Heute bemängelte Dirigentin Lang zum x-ten Mal ein altes Leiden des Chors. Die Singprobe war wieder einmal furchtbar schlecht besucht!! Zum Trost: ein neues Mitglied, Maria Schlecht. 18.11.1983. Voll Freude stellte Frau Lang heute fest, dass eine "wunderbare Vermehrung" der Sänger stattgefunden hatte. Dreißig(!!) Anwesende.... 26.12.1983. Stephanstag. Vor überfülltem Saal absolvierte der Gesangverein "Harmonie" sein abwechslungsreiches Programm, das von Chorleiterin Marianne Lang in bewährter Weise zusammengestellt wurde. Zum ersten Mal trat beim traditionellen Weihnachtssingen der Schülerchor Thierhaupten auf. Für eine Bereicherung des Programms sorgten die Flötistinnen Margot Stockhausen und Annemarie Holzapfel, die für ihre gespielten Stücke großen Applaus erhielten. Nach der Pause kam auch der Humor in dem Theaterstück "Eine tolle Verwandtschaft" zu seinem Recht. Das Lied "Guten Abend, gut' Nacht" beendete das Programm. Geschichte 1980-1983 ausblenden |
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1984 08.01.1984. Die Sonntagsmesse in der Pfarrkirche Neukirchen gestaltete der Gesangverein Thierhaupten mit seinen weihnachtlichen Liedern zu einem festlichen Gottesdienst. 20.01.1884. Hochzeit von aktiver Sängerin Maria Fendt in Altomünster. Mit einem vom Brautpaar gemieteten Bus fuhr der Chor nach Altomünster und sang dort beim feierlichen Trauungsgottesdienst seine Lieder. Danach waren die Sänger zur Hochzeit im nahen Gasthof eingeladen. 24.01.1984. Eine schreckliche Nachricht erreichte den Gesangverein. – Zeitungsbericht vom Unfall von Elisabeth Hörmann Junge Thierhauptenerin stirbt bei Unfall auf der B2 27.01.1984. Bei der Beerdigung von Elisabeth Hörmann sang der Chor während der Totenfeier in der Neukirchener Pfarrkirche seine Lieder, um damit seinem jungen Mitglied die letzte Ehre zu erweisen. – Sie ruhe in Frieden - 02.03.1984. Zusammen mit dem Kirchenchor veranstaltete der Gesangverein eine Faschingsfeier beim Klosterwirt. 04.051984. Eine Abordnung überbrachte Schriftführerin Christl Vogl zur Geburt ihres ersten Kindes die besten Glückwünsche aller Mitglieder und wünschte alles Gute für die neue Erdenbürgerin. 19.05.1984. In Niederschönenfeld fand das Kreischorkonzert des Sängerkreises "Unterer Lech" statt. Der gemischte Chor Thierhaupten unter Leitung von Marianne Lang brachte die Lieder "Die Sonn' erwacht", "All mein Gedanken" und "Die Waldvögelein" zu Gehör. 30.05.1984. Frühjahrskonzert. Zeitungsbericht - Auszug Konzert in Thierhaupten - Zwei Chöre harmonieren bei musikalischem Allerlei 06.07.1984. Zur Vermählung des aktiven Sängers Adolf Schreier mit seiner Frau Klara sang der Chor gemeinsam mit dem Kirchenchor seinem Mitglied ein Ständchen, das seine Fortsetzung bei einer Brotzeit beim Klosterwirt fand. 12.08.1984. Beim Festumzug des Sportvereins beteiligte sich auch der Gesangverein "Harmonie" mit einem Blumenwagen. Dargestellt aus Tausenden von Blüten wurde ein Pokal mit der Jahreszahl 1984. 15.08.1984. Ausschusssitzung. Es sollte die Frage geklärt werden, ob man 1985 das Volksfest übernehmen solle. Es wurde beschlossen, zur Abstimmung darüber eine Mitgliederversammlung einzuberufen. 24.08.1984. Zur Mitgliederversammlung erschienen 16 passive und 23 aktive Mitglieder. 22.-23.09.1984. Ausflug in den Schwarzwald und zum Kaiserstuhl(aufgezeichnet von Frau Inge Wagner in Zusammenarbeit mit "Schwarzwaldmädel" Margot Stockhausen). - Abfahrt um 5.10 Uhr, besonderer Service: frische Brezen - Regen bei Gersthofen - nach der Albüberquerung besseres Wetter - Halt bei der Raststätte Denkendorf um 8.00 Uhr - "unzählige" Neckarüberquerungen, von Otto, dem Busfahrer, fachkundig erläutert - Geschwister Lang als große Entertainer: Christoph mit Witzen, Bernadette mit dem neuesten Hit "Alle meine Entchen". 9.15 Uhr Ankunft am Titisee: regenverhangen die Berge, Temperatur "saukalt". Pause bis 10.00 Uhr, Pflichtspaziergang, dann Aufwärmen in Souvenirläden. Der Vorstand kam natürlich zu spät, weil er noch ein gepflegtes Frühstück in einem Lokal einnehmen musste (wie immer nach dem Wahlspruch "Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen"!) - Abstieg ins wilde Höllental, fachkundig erläutert vom "Schwarzwaldmädel" Margot Stockhausen - durch das (Dorf) Himmelreich ins sonnige, warme Freiburg - Ankunft 10.30 Uhr - individuelle Besichtigung der Stadt bis 15.00 Uhr: der schöne Münsterplatz mit Markt, Münster mit Turmbesteigung (gute Sicht über Schwarzwaldberge und Rheinebene), Innenstadt mit Fußgängerzone, mit Bächle und vielen Stadtmusikanten - Weiterfahrt nach Breisach, dort Besteigung des Münsterberges, Münsterbesichtigung mit dem bekannten Rosenaltar und Singen eines geistlichen Liedes (gute Akustik) - apropos Singen: es gab Leute, die wir in diesen 2 Tagen trafen, die nie geglaubt hätten, dass wir ein Gesangverein sind. Anscheinend wurde zu wenig gesungen ... Abfahrt von Breisach um 17.30 Uhr, natürlich waren wieder einmal einige zu spät zum Bus gekommen (schuld daran waren der frische Zwiebelkuchen und der Wein) - Weiterfahrt am Westrand des Kaiserstuhles, leider machte Otto keinen Halt, trotz der schönen Äpfel und Birnen am Wegesrand - Ankunft um 18.00 Uhr in Endingen am nördlichsten Rand des Kaiserstuhls, Quartiervergabe im Hotel "Zum Pfauen"; es konnten nicht alle da untergebracht werden, einige mussten "auswärts" (5 Minuten zu Fuß) schlafen - um 19.30 Uhr Treffpunkt im "hintersten Hinterzimmer" zum mageren Abendessen und anschließend "Hatz" durch die Weinprobe. Danach Witzrunde bis nach Mitternacht mit auswärtigen Hausgästen, die dafür sorgten, dass unsere jungen Mädchen etwas zu erzählen hatten - am Sonntag um 8.30 Uhr Frühstück, vorher Gelegenheit zum Besuch einer Messe um 7.30 Uhr. (Als Alternative) vor der Abfahrt Gelegenheit zur Besichtigung eines Weinkellers - Abfahrt um 10.00 Uhr über Riegel, Kenzingen, durch das romantische Muckental in den Schwarzwald nach Haslach, Gutach, wo wir bis 14.00 Uhr das Freilichtmuseum "Vogtsbauernhöfe" besuchten. Wetter ziemlich regnerisch und kalt, an Spaziergänge nicht zu denken - am Sonntag wurde einige Male der Versuch unternommen, dem Wort "Gesangverein" gerecht zu werden. Es klappte nicht ganz! Zum einen hatten einige noch unter den Auswirkungen der feuchtfröhlichen Nacht zu leiden, zum anderen waren die Lieder ohne Liederbuch nicht ganz geläufig. Also holte man den bekannten Koffer, der dabei aus dem Leim ging. Mit dem Singen wurde es aber auch nicht viel besser, die Aussicht auf die Schwarzwaldtäler und -höhen war wohl viel zu schön - Weiterfahrt über Hausach, Wolfach, Schiltach, Alpirsbach auf der Schwarzwälder Tälerstraße nach Freudenstadt, Nagold, Herrenberg auf die Autobahn Stuttgart-Ulm - Halt bei der Raststätte Stuttgart, wo wir Dr. Lothar Baur zufällig trafen (Die Welt ist ein Dorf) - Bei Leipheim aus der Autobahn rausgefahren - Abendessen im schönen Gasthof "Zur Post" - gestärkt nach Hause weitergefahren 04.10.1984. Bei der standesamtlichen Trauung des aktiven Mitglieds Erna Keifer mit Paul Sattich sorgte der Chor mit einem Ständchen im Rathaus für eine gelungene Überraschung. Das frisch vermählte Hochzeitspaar war sichtlich gerührt über diese unerwartete Ehrung. 21.10.1984. Der Thierhauptener Gesangverein gestaltete mit seinen Negro-Spirituals den Sonntagsgottesdienst in der Strafanstalt Niederschönenfeld, was bei den vielen jungen Gefangenen sehr guten Anklang fand. 27.11.1984. Vorstandssitzung. Tagesordnungspunkt war ein notwendig gewordene Satzung, um vom Finanzamt als gemeinnütziger Verein anerkannt zu werden. Eine Mustersatzung wurde vom Verein entsprechend formuliert und beschlossen, am 21.12.84 eine Mitgliederversammlung zur Abstimmung und Annahme der Satzung einberufen. 07.12.1984. Für eine große Überraschung sorgte der Besuch des Hl. Nikolaus bei der Chorprobe. Der himmlische Gesandte zeigte sich größtenteils zufrieden mit den Sängern und auch der Dirigentin, die sich "respektvoll" hinter dem Klavier versteckte. Aber Nikolaus beruhigte sie, indem er ihr versicherte, dass er an ihr nichts auszusetzen habe. Nur das eine bemängelte er aufs schärfste, dass es die Sänger nicht gerade mit der Pünktlichkeit hatten. - Als Anerkennung für den Fleiß während der Proben bekam jeder Sänger und jede Sängerin ein kleines süßes Päckchen überreicht. Dann zog St. Nikolaus von dannen. - Kaum hatte er die Türe geschlossen, kam schon wieder einer zu spät: Franz Schreier! Sollte er vielleicht ...? 15.12.1984. In der Samstagabendmesse sang der gemischte Chor in der Pfarrkirche Thierhaupten seine Negro-Spirituals. 21.12.1984. Mitgliederversammlung beim Klosterwirt zur Beschlussfassung und Abstimmung über die Annahme einer Satzung. Es waren 15 stimmberechtigte Mitglieder erschienen. 1. Vorstand Ludl legte der Versammlung die Notwendigkeit einer Satzung dar. Er verlas anschließend die Satzung in allen Punkten. Von den 15 Mitgliedern stimmten alle 15 für die Annahme. - Nach Beendigung dieses Teils der Versammlung saßen einige Mitglieder noch beisammen und "kramten" in der Vergangenheit des Vereins herum. Besonders Frau Praßler wusste vieles zu erzählen aus alten Zeiten des Gesangvereins. Sie las auch aus einer alten, in deutscher Schrift verfassten Chronik vor, was teilweise sehr zur Erheiterung der kleinen Runde beitrug. 23.12.1984. In der Pfarrkirche St.Clemens in Herbertshofen fand ein Chorkonzert zum 26.12.1984. Der Gesangverein veranstaltete zum Stephanstag sein traditionelles Weihnachtssingen. Zu hören war auch das Gesangsduett Franz und Klemens Schreier mit den "Traurigen Buam". Die Sänger ernteten großen Applaus. Zeitungsbericht - Auszug In Thierhaupten: Anspruchsvolles Schlusskonzert
1985 Mitglieder am 1.2.1985 27.01.1985. Zum Sonntagsgottesdienst fuhr der Chor noch einmal nach Niederschönenfeld, um dort zum 2. Mal bei der Messe für die Strafgefangenen seine Negro-Spirituals zu singen. Die Lieder waren im Oktober bei den jungen Leuten so gut angekommen, dass sie gebeten hatten, nochmals aufzutreten. Diesem Wunsch kamen die Thierhauptener Sänger natürlich gern nach. 15.02.1985. Gemeinsam mit dem Kirchenchor veranstaltete der Gesangverein beim Klosterwirt einen Faschingsball. Der Einladung gefolgt war eine erfreuliche Anzahl Mitglieder, so dass der Saal voll mit "närrischen" und lustigen "Maschkerln" wurde. Flotte Bienen, schwere Jungs, Nachtschwärmer, einige aus dem tiefsten Urwald Afrikas entsprungene Wilde, Südseemädchen, Seeräuber, Clowns, Einheimische und Preißn und sonst noch so manche "greißlige" und "liebliche" Phantasiemaske schwangen bei flotter Musik, von den "Neukirchner Buam" aufgespielt, fleißig das Tanzbein. Weil Damenwahl für den ganzen Abend angesagt war, musste auch so mancher Tanzmuffel "murrend" aufs Parkett. Später kam noch der "oberste Chef" des Kirchenchores, Pfarrer Wilhelm Schmid, verkleidet als Drehorgelmann und gab mit einem lustigen gesungenen Gedicht auf die Sänger beider Chöre sein Debüt. Eine weitere Einlage gaben die "Schimmelmädchen" samt Ehegespons, die als die Köpfe auf den deutschen Geldscheinen auftraten. In historischer Kleidung, mit passender Kopfbedeckung, sahen sie den Berühmtheiten auf den "Moneten" zum Verwechseln ähnlich. - Der Abend verging wie im Flug, und mancher fand sicher erst gegen Morgen müde in seine Federn. 17.03.1985. Während der Sonntagsmesse in Neukirchen gestaltete der Thierhauptener Gesangverein den Gottesdienst mit seinen Negro-Spirituals. 26.04.1985. Die Generalversammlung des Sängerkreises "Unterer Lech" fand diesmal in Thierhaupten beim Klosterwirt statt. Zur Einstimmung und Begrüßung sang der Thierhauptener Chor einige Lieder. 03.05.1985. Bei der Verabschiedung des Präsidenten des Deutschen Sängerbundes in Lindau hatte das Männerdoppelquartett aus Thierhaupten/Baar unter Leitung von Marianne Lang seine Premiere. 09.05.1985. Am Vorabend der Vermählung des aktiven Mitglieds Roswitha Bammer mit Josef Ludl sang der Chor in Hölzlarn ein Ständchen. Das glückstrahlende Brautpaar lud die Sänger anschließend in die hauseigene Kellerbar ein, wo das zukünftige Ehepaar zünftig gefeiert wurde. 10.05.1985. Zum 80. Geburtstag ehrte der Verein sein langjähriges passives Mitglied Frau Beran mit einem Ständchen und vielen guten Wünschen zu diesem Ereignis. 11.05.1985. Am Tag der kirchlichen Trauung versammelte sich der zur Zeit arg gestresste Chor in der Pfarrkirche Thierhaupten, um die feierliche Trauungsszeremonie des Brautpaares Roswitha Bammer und Josef Ludl mit seinen Liedern aufs Schönste zu gestalten. 12.05.1985. Zum 70.Geburtstag sang der Chor seinem passiven Mitglied Sofie Egenberger (Busunternehmen) ein Ständchen und wünschte der Jubilarin alles Gute. - Trotz der sich jagenden Termine fanden sich wieder alle Sänger zu diesem Ereignis ein, worüber sich Frau Lang als Dirigentin sicher besonders freute. 18.05.1985. Großeinsatz zur bevorstehenden Festwoche im August. Die Parole hieß: "Alles antreten zum Blumenpflanzen". Einsatzleiter Franz Schreier war mit seiner Mannschaft am Ende der Aktion sehr zufrieden. Zeitungsausschnitt Gemeinde Thierhaupten plant wieder Festwoche Zur Festwoche des Gesangvereins "Harmonie" erschien auch eine Festschrift mit Grußworten, einer kurzen Geschichte des Gesangvereins "Harmonie", mehreren Bildern aus alten und neuen Chroniken - aber auch aus Privatbesitz und einem ausführlichen Festprogramm. Diese Festschrift kann bei Marianne Lang oder bei Heinz Jahn eingesehen werden. Auch bei den schriftlichen Unterlagen des Gesangvereins ist ein Exemplar erhalten. 24.0519.85. Als besonderen Leckerbissen für Kenner bot der Sängerkreis "Unterer Lech" in der Pfarrkirche Thierhaupten ein geistliches Konzert. Zeitungsbericht - Auszug Konzert in der Pfarrkirche Thierhaupten 16.06.1985. Die Feuerwehr in Neukirchen feierte ein großes Fest mit einer Fahnenweihe. Im Hinblick auf die Festwoche in Thierhaupten, ausgerichtet vom Gesangverein, und natürlich auch im Sinne guter Nachbarschaft, fanden sich die Mitglieder der "Harmonie" Thierhaupten ein, um am Festzug der Neukirchner teilzunehmen. 23.06.1985. Wieder einmal sangen die Thierhauptener auf Wunsch der Gefangenen in Niederschönenfeld ihre Negro-Songs während der Sonntagsmesse. - Eigentlich war in Verbindung mit der "Pflicht" eine Radtour geplant, die aber wegen eines „sauren Schnürlregens" buchstäblich ins Wasser fiel. Das konnte die Sänger nicht weiter verdrießen. Nach der Messe fand man sich in einer Gastwirtschaft zum gemeinsamen Mittagessen ein und später kehrten die Ausflügler noch beim jungen Ehepaar Ludl ein. 28.07.1985. Der Gesangverein in Zahling feierte sein Gründungsfest mit einer Fahnenweihe. Der Thierhauptener Chor nahm am Festsingen im Festzelt teil und brachte die Lieder "Wo mag denn nur mein Christian sein" und "Klein Elschen..." zu Gehör. 14.-18.08.1985. - 65jähriges Gründungsfest - Es war soweit. Die Festwoche des Gesangvereins "Harmonie" Thierhaupten begann recht vielversprechend. Als um 18.00 Uhr die Festkapelle "D'Original Lechtaler Musikanten" vor dem Rathaus zum Platzkonzert aufspielten, brannte die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Mit den Fahnenabordnungen aller Thierhauptener Vereine ging es anschließend durch das ganze Dorf zum Festzelt, wo bereits das erste Fass Festbier auf den Schirmherrn Bürgermeister Fritz Hölzl wartete. Routiniert zapfte er Punkt 18.58 Uhr das Fass an und eröffnete damit die Festwoche. - Dass nun alles wie am Schnürchen klappt, das hofften alle, die an den Vorbereitungen zu diesem Fest mitgeholfen hatten, besonders natürlich der Festausschuss mit dem 1. Vorstand Erich Ludl an der Spitze. In mühevoller Kleinarbeit hatte der Ausschuss ein ganzes Jahr daran gearbeitet, dass sich die Festgäste nun wohlfühlen konnten und es ihnen hoffentlich an nichts fehlen sollte. Der Höhepunkt der Festwoche war die feierliche Weihe der neuen Standarte beim Festgottesdienst im Festzelt, die musikalisch vom Jubelverein und vom Patenverein Meitingen umrahmt wurde. In der Festansprache erinnerte Pfarrer Wilhelm Schmid an den Wert des Gesangs als Ausdruck der Sprache und zum Lobe Gottes. Nach dem Gottesdienst waren die anwesenden Gastchöre zu einem Festsingen aufgerufen. Ein gemeinsames Mittagessen sorgte später für das leibliche Wohl. Um 13.00 Uhr hieß es bereits wieder "Aufstellen zum Festzug!", der ganz im Zeichen der Musik stand. 31 Vereine, 8 Musikkapellen und 14 prächtige Blumen- und Festwägen zogen an den vielen tausend Zuschauern vorbei, die die Straßen des Dorfes bei herrlichem Wetter säumten. Zum Ausklang des gelungenen Festtages trumpften noch einmal schwungvoll "Original d'Lechtaler" auf. Im Festzelt sowie im Festbüro herrschte regsame Betriebsamkeit und überall, wo ein Vereinsmitglied auftauchte, sah man müde, aber zufriedene Gesichter, weil die Festwoche so reibungslos und vermutlich auch erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Vor allem aber sah man die Zufriedenheit im Gesicht des 1. Vorstands Erich Ludl, wenn er mit geschwellter Brust im feschen Trachtengwand durchs Festzelt schritt und prüfte, ob alles wie am Schnürchen klappte. 19.08.1985. Nach schwerer Krankheit verschied heute im Alter von erst 37 Jahren Frau Gabriele Rechlin. – Sie ruhe in Frieden - Der Verein ehrte sein aktives Mitglied am Grab mit dem Vortrag einiger Negro-Songs, die die Verstorbene immer sehr gerne gesungen hatte. Dabei kam auch die erst vor wenigen Tagen geweihte neue Standarte zum ersten Mal zum Einsatz. 27.09.1985. Zum Weinfest des Männergesangvereins Meitingen, nun ja auch Patenverein der Thierhauptener, waren die Sänger der "Harmonie" gern gekommen. In feuchtfröhlicher Runde wurden einige Weinlieder vorgetragen, die reichlich Beifall erhielten. Zum Andenken an dieses Fest wurde 1. Vorstand Erich Ludl ein „Riesen-Weinpokal" überreicht. 04.10..1985. Heute ehrte der Verein sein langjähriges aktives, auch als Schriftführerin, zuletzt passives Mitglied Frau Sophie Praßler zum 70. Geburtstag. Die Jubilarin war einer Einladung zu der heutigen Chorprobe gefolgt. Die Sänger brachten ihr während der Probestunden ein Ständchen dar und wünschten ihr alles Gute für die Zukunft. Nach längerer Pause kam heute auch Frau Sofie Weixler wieder zum Singen. 06.10.1985. Mit einem Dankgottesdienst in der Pfarrkirche und einer Feierstunde auf dem Abt-Schmid-Platz nahm die Gemeinde heute Abschied von Schwester Secunda. Im Alter von fast 81 Jahren ging sie in den wohlverdienten Ruhestand. Musikalisch wurde der Festakt vom Musikverein Thierhaupten und dem Gesangverein "Harmonie" unter der Leitung von Marianne Lang untermalt. 18.10.1985. Im Hause Lang wurde heute ein besonderer „Ohrenschmaus" geboten. Im Rahmen eines Hauskonzertes wurde die von Franz Schreier gebaute Hausorgel offiziell eingeweiht. Der Organist der Wieskirche, Anton Guggenmos, ein Freund der Familie, spielte darauf einfühlsam und gekonnt Werke alter Meister und riss die anwesenden Gäste, darunter auch viele Chorsänger, zu begeistertem Beifall hin. Während einer kleinen Pause erläuterte der junge Orgelbaumeister, Franz Schreier, dem interessierten Publikum die Funktion und Bauweise seines Instruments, das er, wie man es heraushören konnte, mit viel Liebe und Können gebaut hatte. 25.10.1985. Heute führte Franz Schreier während der Chorprobe das Regiment, sprich: den Taktstock, da Frau lang verhindert war. Nachdem sich die Nervosität gelegt hatte, dirigierte er den Chor wie ein „alter Meister". 15.11.1985. Bei der heutigen Chorprobe wurde die Stimmbildung durch einen von Frau Lang engagierten Experten vorgenommen. Herr Karl Bauer versuchte in wenigen Minuten den anwesenden Sängern etwas Gesangskultur beizubringen. Ob es ihm gelungen ist, wird sich erst noch erweisen müssen. 23.11.85 Abschlusskränzchen zur Festwoche 1985. Geladen waren über 200 Gäste, die alle irgendwie zum Gelingen des Festes beigetragen hatten. 1. Vorstand Erich Ludl dankte allen Helfern für ihren Einsatz und wünschte einen gemütlichen Abend bei freiem Essen und Trinken und musikalischer Untermalung durch den Musikverein. Heinrich Schieder sen. dankte im Namen des Vereins Vorstand Ludl für seinen unermüdlichen Einsatz besonders während der Vorbereitungen für die Festwoche. In unheimlicher Kleinarbeit hatte Vorstand Ludl die Sitzungen des Festausschusses vorbereitet und den Ausschussmitgliedern damit viel Arbeit abgenommen. 06.12.1985. Nikolaustag. Wie bereits schon im vorigen Jahr "schneite" es auch heuer wieder den Nikolaus in die Chorstunde. Er lobte die Sänger für ihren Fleiß während des Sängerfestes und meinte, nachdem die Vereinskasse ja aufgefüllt wurde, dürfte Kassier Manfred Reiter nicht mehr so "knickert" sein. - Zu tadeln gab es wieder den schlechten wie auch unpünktlichen Probenbesuch. Dabei musste sich 1. Vorstand Ludl als „Häuptling" sagen lassen, dass er doch ein besonders gutes Beispiel diesbezüglich zu geben hätte. Aber nicht nur er allein wurde deshalb gescholten, einige anderen wurden aus demselben Grund auch noch ernsthaft ins Gewissen geredet. - Für viele andere hatte er auch Lob übrig, besonders natürlich für Dirigentin Marianne Lang, die „so vieles durchmacht" mit ihrem Chor. Trotzdem zog er auch ein wenig an ihren Ohren und meinte, sie sollte in ihrem Eifer die Probestunden nicht zu lange ausdehnen und damit den Chor nicht zu sehr stressen. Zum Schluss wurde jedem die Anwesenheitsliste sozusagen unter die Nase gehalten. In der Reihenfolge der Anwesenheitshäufigkeit verteilte St. Nikolaus süße Päckchen und so manch einer musste sich eingestehen, dass es ihm an Fleiß im Kommen mangelte. 13.12.1985. Auf Einladung von Frau Lang versuchte Herr Karl Bauer wieder im Rahmen einer Stimmbildung ein „wenig“ aus seinem reichhaltigen Wissen an den Chor weiterzugeben. Willig und interessiert nahmen die anwesenden Sänger die Abwechslung an, doch ob auch was hängen bleibt?
26.12.85. Stephanstag. Zeitungsbericht - Auszug Traditionelles Jahresabschlußkonzert:
1986 05.01.1986. Der Gesangverein "Harmonie" untermalte heute den Sonntagsgottesdienst in Neukirchen mit seinen Weihnachtsliedern. 19.01.1986. Wieder einmal hatten die Sänger ein Gastspiel in der Strafgefangenenanstalt in Niederschönenfeld. Auf vielfachen Wunsch sang der Thierhauptener Gesangverein während des Sonntagsgottesdienstes seine Spirituals. 26.01.1986. Auf seiner "Tournee" durch die Umgebung sang der Thierhauptener Chor seine Spirituals in der Pfarrkirche Holzheim beim Sonntagsgottesdienst. 07.02.1986. Gemeinsam mit dem Kirchenchor veranstaltete der Gesangverein "Harmonie" wieder einen Maskenball unter dem Motto "Die Sänger feiern Fasching". Im gut gefüllten Saal beim Klosterwirt tummelte sich ein buntes, närrisches Sängervolk und amüsierte sich bis zum frühen Morgen bestens. 23.02.1986. Sonntagnachmittag waren die Sieger des Luftballonwettbewerbs der Festwoche 1985 zur Preisverleihung eingeladen. 1. Vorstand Ludl begrüßte über 50 Kinder mit ihren Eltern beim Klosterwirt. Für jeden Sieger lag ein Geschenk bereit und zur Stärkung gab es für jedes Kind noch ein Paar Würstchen. Zur Unterhaltung der stolzen Sieger sang der Chor ein paar Lieder unter Leitung von Frau Lang. 26.021986. Heute feierte Herr Franz Reiter seinen 80. Geburtstag. Zu diesem Jubiläum sang der Chor seinem Ehrenmitglied ein Ständchen und wünschte ihm für die weiteren Jahre alles Gute und Gesundheit. 08.03.1986. Die Samstagabendmesse in der Pfarrkirche Thierhaupten galt heute dem besonderen Dank des Gesangvereins "Harmonie" für den guten Verlauf der Festwoche '85. Der Chor sang während der feierlichen Dankmesse seine Spirituals. - Anschließend fand beim Klosterwirt eine fällige Generalversammlung statt. Von allen Eingeladenen erschienen allerdings nur 25 aktive und 8 passive Mitglieder. - 1. Vorstand Erich Ludl dankte Allen für die Unterstützung während der Festwoche und den Vorbereitungen. Es folgte der Kassenbericht des Kassiers Manfred Reiter und das Verlesen der Chronik durch Schriftführerin Christl Vogl. - Danach ergriff Dirigentin Lang das Wort. Sie lobte die persönliche Atmosphäre im Thierhauptener Chor und freute sich, dass die Sänger sehr flexibel sind und alles mitmachten, wie man es von so einem jungen Chor mit einem Durchschnittsalter von 33 Jahren auch erwartet. Besonders der Zusammenhalt im Chor käme auch der chorischen Leistung sehr zugute..... Sie stellte dann fest, dass der Chor ein großes Niveau erreicht hat, was aus Kritiken hervorgehe und was ihr auch mündlich immer wieder bestätigt werde. Nun dürfe man sich aber nicht auf den Lorbeeren ausruhen,....... - Nun trat die Vorstandschaft zurück und man schritt zur Neuwahl. Die Vorbereitung der Neuwahl und die Beratung der Wahlvorstände dauerte so lange, dass die Anwesenden zur Auflockerung erst einmal ein "Prosit der Gemütlichkeit" durch den Saal schmetterten. - In geheimer Wahl wurde mit 15 Stimmen Erich Ludl als 1. Vorstand bestätigt. Der Rest der Stimmen fiel auf Franz Schreier und Heinz Jahn. Als 2. Vorstand wurde Heinz Jahn gewählt. Er erhielt 18 Stimmen. Per Handzeichen wurde einstimmig Manfred Reiter als Kassier und Christl Vogl als Schriftführerin wieder gewählt. Aktive Beisitzer: Franz Schreier, Klemens Schreier, Inge Wagner (Thierhaupten), passive Beisitzer: Xaver Zewinger, Paul Barl. - 14.03.1986. In harter, konzentrierter Probenarbeit bereitete sich der Chor auf seinen Auftritt beim Chorwettbewerb um den "Sieben-Schwaben-Preis" am 27.04.86 vor. Vorberichte in der Zeitung zum Wettbewerb der AZ "Chöre der Heimat - u. a. wurde der Gesangverein "Harmonie" vorgestellt "Harmonie" in Thierhaupten THIERHAUPTEN. Erna Sattich aus Neukirchen kann gleich drei gute Gründe nennen, wenn sie gefragt wird, weshalb sie in einem Chor mitsingt: "Ich komme hauptsächlich wegen dem Singen und zweithauptsächlich, weil ich mich da 20 Jahre jünger fühle. Außerdem darf man da auch als ältere Frau einmal Witze machen", meint sie augenzwinkernd. Seit gut acht Jahren verstärkt Erna Sattich die Frauenstimmen beim Gesangverein "Harmonie" in Thierhaupten. "Vorher hab' ich nur in der Badewanne gesungen ..." - Bis 1967 dürfte sangesfreudigen Frauen aus Thierhaupten und Umgebung auch nicht viel anderes übrig geblieben sein. Denn beim Gesangverein "Harmonie", der 1920 gegründet wurde, durften früher - bildlich gesprochen - nur die "Herren der Schöpfung" den Mund aufmachen. 1967 änderte sich das dann plötzlich. Den Grund kann Chorleiterin Marianne Lang nur vermuten: "Wahrscheinlich, weil die Männer immer weniger wurden." Inzwischen sind sie - rein zahlenmäßig - sogar in der Minderheit: von 35 aktiven Chormitgliedern sind nur elf männlichen Geschlechts. Aber mit den Männern gibt's bei uns ganz und gar keine Probleme", sagt Marianne Lang, die 1976 ihren Mann Paul offiziell als Chorleiterin ablöste. "Und umgekehrt ist's genau so", bestätigt Sänger Heinz Jahn. Schließlich geht es beim Gesangverein "Harmonie" (nomen est omen) in jeder Hinsicht harmonisch zu, wie sämtliche aktive Mitglieder unterstreichen. Das wird vor allem bei den Proben deutlich, die regelmäßig am Freitag in einem Nebenzimmer des Thierhaupter Klosterwirts stattfinden. "Da kommt es öfters vor, dass während der Probe ein solches Gelächter ausbricht, dass ich gleich mal schaue, ob irgendwas an mir nicht stimmt", beschreibt Chorleiterin Lang die Stimmung. Geschimpft wird allerdings dann nicht: "Lachen ist ja auch eine Art von Stimmbildung." Aber nur aus der Gaudi bestehen natürlich auch die Chorproben bei der "Harmonie" nicht. "Meine Sänger werden schon auch gefordert", erklärt Marianne Lang. Sie versuche bei jeder Probe leistungsmäßig einen Schritt weiterzukommen. "Und inzwischen haben wir, wie ich meine, schon ein recht gutes Niveau erreicht." Schließlich ist das Repertoire sehr breit gefächert: "Von Madrigalen aus der Renaissance bis zum Volkslied", das natürlich in echter Mundart gesungen wird, wie es sich für die Bayern jenseits des Lechs gehöre. In "fremden Bereichen" (Lang) wie Operetten und Opern "wildern" die Thierhauptener Sängerinnen und Sänger jedoch nur, "wenn's unbedingt sein muss". Dazu gibt es nach Ansicht von Marianne Lang viel zu viele andere Lieder, die sich für einen gemischten Chor wie den ihren hervorragend eignen. Besonders beliebt sind bei jung und alt (Franz Echerer ist mit 56 Jahren das älteste und Gunda Müller mit 12 das jüngste Chormitglied) Spirituals: "Die sing' ich eigentlich am liebsten", schwärmt die 15jährige Hannelore Barl, die seit etwa drei Jahren mit von der Partie ist und den Chor auch schon mal auf dem Klavier oder der Orgel begleitet hat. Schon weil das Programm so abwechslungsreich ist, wie alle bestätigen, und es bei den Proben lustig zugeht, hat der Chor nach Angaben von Marianne Lang keine Nachwuchsprobleme. "Nur im Tenor könnten wir mal wieder jemand brauchen." Elisabeth Klostermair (24) gefallen am Chorleben besonders die Auftritte: "Vor allem das Ständchensingen ist einfach toll." Und auch die inzwischen schon Tradition gewordenen Engagements in der Jugend-Justizvollzugsanstalt Niederschönenfeld (weswegen die "Harmonie" auch schon mal scherzhaft "Gefangenenchor" genannt wird) haben es der jungen Sängerin angetan. Ansonsten ist der Thierhauptener Chor auch regelmäßig beim Konzert des Sängerkreises "Unterer Lech", bei Festen und Weihnachtsfeiern zu hören. Ein ähnlicher Bericht stellt das Männerdoppelquartett vor 18.04.1986. 2.Vorstand Jahn teilte heute dem Chor mit, dass 1. Vorstand Ludl nun endgültig sein Amt wieder zur Verfügung stellt. 27.04.1986. Es ist soweit. Gut vorbereitet, perfekt angezogen (Manfred Reiter im etwas zu knappen Hochzeitsanzug), aber etwas nervös stellte sich der Chor aus Thierhaupten der strengen Jury beim Chorwettbewerb in Niederschönenfeld mit seinen Pflichtliedern "Fuchs bei der Nacht", "Wenn alle Brünnlein fließen" und "Sieb'n Berg und sieb'n Tal". Frau Lang war mit dem Vortrag ihres Chores sehr zufrieden. Das Urteil der Jury "Teilnahme mit besonderem Erfolg" nahmen die Thierhauptener Sänger mit besonderem Stolz entgegen. Auch das Männerdoppelquartett Thierhaupten/Baar konnte sich erfolgreich schlagen und erhielt die gleiche Beurteilung. Zeitungsausschnitt - Auszug Es kam anders als erwartet 02.05.1986. 2. Vorstand Jahn sprach dem Chor seinen Dank aus für den Einsatz beim Wettsingen und überreichte der stolzen Chorleiterin Lang als Anerkennung einen Blumenstrauß. Sie bedankte sich und lobte ihrerseits den Chor für den Fleiß beim Proben. Zur "Entspannung und Erholung" von den Strapazen der letzten Wochen wurden anschließend die Notenblätter neu geordnet. 09.05.1986. Franz Schreier überreichte heute Frau Lang einen selbst entworfenen und gefertigten Notenständer mit allen Schikanen und Raffinessen, der großen Anklang bei der Dirigentin fand. 10.05.. Das Kreiskonzert des Sängerkreises "Unterer Lech" fand in Genderkingen statt. Der Gesangverein Thierhaupten brachte noch einmal seine Lieder vom Chorwettbewerb zur Aufführung und erhielt großen Beifall für den guten Vortrag. Zeitungsausschnitt - Auszug Kreis-Chorfest am "Unteren Lech" - Ein frohes Lied begeistert 16.05.1986. Herr Karl Bauer, nun schon fast eine "ständige Einrichtung", bemühte sich heute wieder um die Stimmbildung der Sänger. 13.06.1986. Trotz Fußballweltmeisterschaft war die Chorprobe gut besucht, was Frau Lang wohlwollend zur Kenntnis nahm. Als besonderen Service für fußballbegeisterte Sänger hatte 2. Vorstand Jahn das Spiel während der Chorprobe aufzeichnen lassen, und so konnten die interessierten Sänger zu später Stunde im Hause Jahn das Spiel doch noch genießen. 20.06.1986. Frühjahrskonzert. ... Besonderen Anklang fand in der Pause der Ausschank von Getränken auf der sommerlauen Dachterrasse der Volksschule. Zeitungsausschnitt - Auszug Konzert mit hohem Niveau - Die Solisten erwiesen Schubert ihre Reverenz 27.06.1986. Nach der Gesangsprobe war der Chor bei Familie Stockhausen zu einer Abschiedsfeier eingeladen. Die ganze Familie wird für zunächst ein paar Jahre nach Frankreich umsiedeln, da Herr Stockhausen in Paris eine Stellung angenommen hat. - Wie's halt Brauch ist bei der gastlichen Familie, wurden auf der Terrasse Grillwürste, Salate und etwas für den großen und kleinen Durst geboten. Trotz des eigentlich traurigen Anlasses, boten die Sänger ihr ganzes Repertoire auf, um sich für lange Zeit im Gedächtnis der "Auswanderer" unauslöschlich einzusingen. 2. Vorstand Jahn überreichte Frau Margot Stockhausen zum Abschied und zur Erinnerung gerahmte Fotos des Chores und wünschte der Familie alles Gute für die Zukunft. Dem Chor wird die allzeit humorvolle und vor allem die begeisterte Sängerin Margot sehr fehlen. - Im Verlauf des Abends entstand (aus der "begnadeten" Feder von Heinz Jahn) dann noch folgendes Lied, gesungen nach der Melodie "Fuchs bei der Nacht": 1.) Ist keine Margot mehr im Alt, Sopran und Bass schon leise weinen. Der Tenor nur traurig lallt, denn nun sind wir ganz alleine. 2.). In Paris da ist es schön, liebe Margot magst hingehen. Wirst du dort glücklich ohne uns? Na das wirst du dann schon sehen! 04.07.1986. In Rehling fand ein „Hoagarten“ mit einem gemeinsamen Singen der Gastchöre statt. Nachdem es im vorgesehenen Veranstaltungsraum zu heiß und eng wurde, wanderten die ganzen Sänger samt Zuhörern in den großen Hof und sangen dort im Kreis stehend ihre Lieder. 06.07.1986. Beim Singen nach Noten in Genderkingen nahmen auch einige besonders fleißige und interessierte Sänger aus Thierhaupten teil. 15.08.1986. Zum Festumzug des diesjährigen Volksfestes (Sportverein) schmückten die Mitglieder des Gesangvereins, wie jedes Jahr, in mühevoller Kleinarbeit eine Friedensglocke als Festwagen. Die Festdamen des Vorjahres und die Sänger marschierten samt Standarte beim Festumzug mit. 18.08.1986. Nach 14jähriger Tätigkeit in Thierhaupten verabschiedete sich heute Pfarrer Wilhelm Schmid, der im September sein Amt als Stadtpfarrer in Donauwörth antritt. 2000 Gläubige aus Baar, Neukirchen und Thierhaupten hatten sich im Festzelt eingefunden, um ihren Pfarrer zu verabschieden. Für den musikalischen Rahmen sorgten neben dem Musikverein der Liederkranz Baar, der Schülerchor und der Gesangverein "Harmonie". 21.09.86 Mit einem Festgottesdienst und einem anschließenden Empfang durch die Marktgemeinde auf dem Abt-Schmid-Platz übernahm Pfarrer Werner Ehnle das Amt des Ortsgeistlichen in Thierhaupten. Musikalisch untermalt wurde der Festakt nach dem Gottesdienst unter anderem auch vom Gesangverein "Harmonie" unter der Leitung von Marianne Lang. 03.10.1986. Neuwahl. Nach dem Rücktritt des 1. Vorstandes Erich Ludl wurde heute eine Neuwahl anberaumt. Von allen geladenen Mitgliedern zeigten 27 aktive und 5 passive Interesse an dieser Versammlung. Nach der Begrüßung durch 2. Vorstand Jahn ging man sofort zur Neuwahl über. In geheimer Wahl, geleitet durch den Wahlausschuss, wurde mit großer Mehrheit Heinz Jahn zum 1. Vorstand gewählt. Ebenfalls mit eindeutiger Mehrheit wurde Franz Schreier zum 2. Vorstand bestimmt. Als Ersatz für den bisherigen Beisitzer Franz Schreier wurde Erich Ludl mit großer Mehrheit durch Handaufhebung gewählt. Die übrige Vorstandschaft bleibt, wie bereits am 08.03.86 gewählt, im Amt. Zusätzlich wurde ein 2. Kassier zwecks Entlastung des 1.Kassiers gewählt. Dazu bekam Klemens Schreier die Mehrheit. - Damit war die Wahl abgeschlossen. Heinz Jahn, 1. Vorstand, ergriff das Wort. Er dankte allen Anwesenden für das ihm entgegengebrachte Vertrauen und gab der Hoffnung Ausdruck, wieder Ruhe und Harmonie in den Verein bringen zu können, so wie es auf der neuen Standarte geschrieben steht. ...... – Zum Schluss dankte er dem zurückgetretenen Vorstand Erich Ludl für die Zeit als Vorsitzender des Vereins, besonders für seinen Einsatz bei der Festwoche 1985. -
Mitglieder am 1.10.1986 12.10.1986. Mit einem feierlichen Gottesdienst beging der Liederkranz Baar seine Standartenweihe. Eine Fahnenabordnung des Gesangvereins "Harmonie" Thierhaupten nahm an der Festlichkeit teil. 17.10.1986. Vorstandssitzung über die Bezuschussung der Wienfahrt. Festgelegt wurde: Fahrtkosten, die über 200 DM hinausgehen, werden für die aktiven Teilnehmer vom Verein übernommen. Jugendliche ohne eigenes Einkommen bekommen einen Zuschuss von 150 DM. Eintrittsgelder und Fremdenführerkosten übernimmt der Verein für alle Fahrtteilnehmer. 24.10.1986. Der Männerchor Herbertshofen feierte heute sein 30jähriges Gründungsjubiläum mit einem Weinfest. Die Thierhauptener Sänger folgten der Einladung und sangen dort einige Lieder. 26.10.1986. Sein 60jähriges Gründungsfest feierte heute der Chor Echsheim. Beim Festakt im Gasthaus Brummer in Reicherstein sang auch der Thierhauptener Chor seine Lieder und gratulierte damit dem Jubiläumsverein zum Geburtstag. 07.11.1986. In Heimpersdorf fand die Abschlussfeier für den Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" statt. Neukirchen konnte auch heuer Sieger bei Dörfern bis 600 Einwohnern werden. An der Programmgestaltung wirkte auch der Gesangverein "Harmonie" unter der Leitung von Frau Marianne Lang mit. 14.11.1986. Herr Karl Bauer bemühte sich heute wieder um die Stimmbildung des Thierhauptener Chores. 05.12.1986. Wie bereits in den vergangenen zwei Jahren hatte auch diesmal Sankt Nikolaus den Gesangverein auf seiner Besucherliste. Im goldenen Buch hatte Nikolaus gutes und weniger Schönes vermerkt, und es gab Lob und Tadel von ihm. Zum Schluss bekam jeder ein süßes Päckchen. 07.12.1986. Wieder einmal sang der Chor in der Jugendstrafanstalt in Niederschönenfeld seine Spirituals, die bei den jungen Leuten immer wieder gut ankommen. 12./13./14.12.86. Wienfahrt - Abfahrt mit Egenberger-Bus nach 5 Uhr in der Frühe. Ohne großen Aufenthalt traf man um 12.00 Uhr in Wien ein. Es zeigte sich nasskalt, nebelverhangen und etwas ungemütlich. Nach dem Bezug der komfortablen Zimmer im 4-Sterne-Hotel "Hungaria" und einer kleinen Stärkung war bereits der 1. Auftritt in einem Altenheim geplant. Der Thierhauptener Chor gestaltete eine kleine adventliche Feier, die den Pensionisten sichtlich Freude bereitete. Später gab es ein gemeinsames Abendessen im Hotel, untermalt mit ungarischem Geigenspiel. Die Sänger wollten aber einen zünftigen Abend erleben und so beschloss man, den in der Stadt gelegenen "Augustuskeller" aufzusuchen. In den ehemaligen Wehrbefestigungen gab es dann bei Wein und Gesang einen feuchtfröhlichen Abend. Die Schrammelmusik hatte bei den Sängern einen schweren Stand, denn "Vorsänger" Manfred Reiter gab die Zügel nicht aus der Hand und sang der Hausmusik vor, was sie zu spielen hatte. - Der Heimweg später wurde per Taxi oder per Pedes bewältigt, wobei einige Heimkehrer etwas die Orientierung verloren, am Ende erreichte aber alle heil das Hotel. - Nach kurzer Nacht waren aber alle um 9 Uhr zur Stadtbesichtigung wieder zur Stelle. Einige hatten zwar noch an den Folgen des Weingenusses zu leiden, aber die charmante Wienerin, die als Führerin fungierte, brachte auch die Müden wieder auf Trab. Nach Beendigung der interessanten Stadtrundfahrt (Hofreitschule, Schloß Schönbrunn, Hundertwasserhaus u.a.), besuchte eine kleine Gruppe spätnachmittags noch den Wiener Christkindlmarkt beim Rathaus. Besonders erwähnenswert ist dabei die abenteuerliche Rückfahrt mit der Wiener Straßenbahn, die sich etwas schwierig gestaltete, nachdem keiner der 14 Reisenden 19 Schillinge für eine Fahrt bereithatte. Aber der freundliche Schaffner und der verhandlungsfreudige Kassier Manfred meisterten auch dieses Problem mit Geschick, zur Erheiterung sämtlicher in- und ausländischer Fahrgäste. Um 19.00 Uhr war Abfahrt nach Gumpoldskirchen zum Abendessen und "einem" Viertele. In fröhlicher Runde bei Wein, Weib und Gesang, nach reichlichem Genuss von Grillstelzen, Gockelviertel, Würsten, Brot und Salat, (alles auf Kosten der Stadt Wien), nahm der Abend einen guten Verlauf. Im Zuge der Völkerverständigung wetteiferten die Thierhauptener Sänger mit dem im Nebensaal befindlichen holländischen Chor, „wer wohl am besten sänge ...“ Besonders eine nicht mehr ganz taufrische, aber doch noch attraktive Blondine dieser Gruppe hatte es einigen Thierhauptenern angetan ... Um Mitternacht war Zapfenstreich, denn am nächsten Morgen hatten die Sänger noch eine Pflicht zu erfüllen. Um 10.30 Uhr sang der Chor in der Kapelle des Afro-asiatischen Instituts seine Negro-Songs während einer hl. Messe. Diese fand zwar nur im kleinen Kreise statt, was aber der Feierlichkeit keinen Abbruch tat. - Nach einem letzten Mittagessen in Wien hieß es gegen 14 Uhr Abschied nehmen. Wien zeigte sich zum Abschluss nicht gerade einladend, es war kalt, neblig und es schneite sogar ein bisschen. Aber es gab keinen, dem es auf dieser Reise nicht gefallen hätte. Wien war diese Reise wert, die Zeit war aber viel zu kurz. 22.12.1986. Eine Abordnung besuchte Familie Lang in Neukirchen, um der Chorleiterin für ihr Engagement im vergangenen Jahr zu danken. Seit mittlerweile 10 Jahren dirigiert Frau Lang nun den Gesangverein "Harmonie". Vorsitzender Jahn gratulierte mit einem selbstverfassten Gedicht und überreichte ein Geschenk. 25.12.1986. Am 1. Weihnachtsfeiertag sang der Chor aus Thierhaupten während des Gottesdienstes in Neukirchen seine weihnachtlichen Lieder. 26.12.1986. Weihnachtskonzert am Stephanstag Zeitungsausschnitt – Auszug Besinnliches und Heiteres beim Konzert der Sänger Zeitungsausschnitt Seit mittlerweile zehn Jahren dirigiert Chorleiterin MARIANNE LANG den Gesangverein "Harmonie" in Thierhaupten. Vorsitzender HEINZ JAHN gratulierte ihr jetzt mit einem Blumenstrauß und lobte das Engagement von Marianne Lang: "Zehn Jahre hast Du Lieder probiert, Partituren gelesen. 500 Proben waren's wohl, 50 bis 60 Auftritte wohl auch. Und wir haben's Dir nicht immer leicht gemacht: Im Alt, Sopran, Tenor und Bß wurde gescherzt und gelacht, obwohl Konzentration so nötig gewesen wäre. Trotz allem: Wir haben immer mit Begeisterung gesungen, und Du konntest manche Anerkennung erreichen, selbst bei Wettbewerben." - Text/Bild: Riedelsheimer Geschichte 1984-1986 ausblenden |
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1987
10.02.1987. Zum 50.Geburtstag sang der Chor seinem aktiven Mitglied Walburga Anlauf ein Ständchen und gratulierte herzlich zu diesem Festtag. Anschließend feierte man den Jubeltag noch auf Einladung der Familie Anlauf beim Klosterwirt und ließ das Geburtstagskind hoch leben. 27.02.1987. Faschingsball der Sänger. Gemeinsam mit dem Kirchenchor veranstaltete der Gesangverein einen Faschingsball, der guten Zuspruch fand. 1. Vorstand Jahn ließ mit einer Büttenrede die dörflichen Ereignisse des Jahres Revue passieren und hatte die Lacher auf seiner Seite. Kassier Manfred hatte heute buchstäblich die Spendierhosen angezogen, und so konnte bei der Maskenprämierung an alle Teilnehmer ein Preis verteilt werden. 05.03.1987. In der Jugendstrafanstalt Niederschönenfeld sang der Chor zur Freude der dortigen Jugendlichen wieder seine Spirituals. 10.03.1987. Frau Margot Stockhausen, Auswandererin nach Frankreich, die mit der Familie zu Besuch in Thierhaupten weilte, ließ es sich nicht nehmen, zur Freude der Sänger auf ihrem "Alt-Platz" bei der Chorprobe mitzusingen. 02.04.1987. Zum halben Jahrhundert gratulierte der Chor seinem aktiven Mitglied Ingeborg Wagner (Neukirchen) mit einem Ständchen. Bei einer guten Brotzeit ließ der Chor das Geburtstagskind hochleben. 25.04.1987. In der Mehrzweckhalle in Baar fand das Konzert des Sängerkreises "Unterer Lech" statt. Dieses Konzert hatte besonderes Gewicht, da u.a. auch Bundeschorleiter Franz R. Miller unter den Gästen erwartet wurde. Der Chor aus Thierhaupten unter der Leitung von Marianne Lang hatte zudem noch die Ehre, das Konzert zu eröffnen und zwar mit der "Bauernkantate" von Lorenz Schlerf. Außerdem sang der Chor bei einem weiteren Auftritt das "Schwefelhözle", "Ich brach drei dürre Reiselein", "Die drei Spatzen" und "Die Petersburger Schlittenfahrt". Am Klavier begleitet wurde der Chor von Hannelore und Paul Barl. - Franz R. Miller war von der Leistung des Chores sehr angetan und verteilte großes Lob. Frau Lang trat zum Schluss noch einmal mit "ihrem" Männerdoppelquartett auf und heimste großen Beifall ein. 30.04.1987. Als Anerkennung für die sehr gute Leistung ihres Chores beim Chorkonzert spendierte Frau lang in der nächsten Chorprobe den Sängern was "Feines" - für jeden ein (!!!) "Mon cheri". 08.05.1987. Nach der Chorprobe war monatlicher Treff in der Wirtsstube des Klosterwirts. Manfred Reiter, bekannt als besonders sparsamer Vereinskassier, hatte heute einen spendablen Tag. Er bestellte bei der Frau Wirtin für die ganze Runde zwei Flaschen Wein. Auf die Frage "Welchen?" meinte er großzügig: "Wo am meisten drin ist!" 19.06.1987. Klemens Schreier, dafür bekannt, dass er fast immer als letzter bei der Chorprobe erscheint, war heute so pünktlich, dass Frau Lang staunend fragte: "Liegt's an der Jahreszeit oder ist's was anderes?" 04.07.87. Chorkonzert in der Aula der Volksschule. Zeitungsausschnitt - Auszug Musikalisch durch das Jahr Sommerkonzert des gemischten Chores von Thierhaupten 11.07.1987. Der Schwäbisch-Bayerische Sängerbund feiert in diesem Jahr sein 125jähriges Bestehen. Die Liedertafel in Oberstauffen als ältester Verein (140 Jahre alt) war Ausrichter für eines der Jubiläumskonzerte, an dem auch der gemischte Chor des Sängerkreises "Unterer Lech" (Baar, Genderkingen und Thierhaupten) teilnahm. Unter dem Motto "So schön ist Chormusik" sangen Chöre aus Bayerisch-Schwaben Lieder aus der Heimat und der Welt. Unter der Leitung von Kreischorleiterin Marianne Lang sang der gemischte Chor die Lieder "Was kümmern mi die Sterndal", "Sieb'n Berg und sieb'n Tal" und "Weil's nachher Zeit is". Das Männerdoppelquartett machte mit seinen Liedern "bemerkenswerten" Eindruck auf die Zuhörer. - Und das, obwohl die Sänger schon einen langen Tag hinter sich hatten. 12.08.1987. Der Tag der Eröffnung des Volksfestes 1987 war zugleich auch der Heimatabend und Tag der Vereine. Nach einem gemeinsamen Einzug der Fahnenabordnungen, u.a. auch der Standarte des Gesangvereins, standen nach dem Bieranstich verschiedene Auftritte von Vereinen auf dem Programm. Der gemischte Chor unter Leitung von Frau Lang brachte den Festbesuchern einige Lieder zu Gehör. Die Sänger hatten aber etwas Mühe wegen der Größe des Festzeltes und der angeregten Unterhaltung die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu erreichen. 13.08.1987. Die Sänger waren aufgerufen, für den Festwagenbau Blumen zu schneiden. Erfreulicherweise waren zahlreiche Helfer samt Kind und Kegel mit Messern und Scheren bewaffnet erschienen und in kurzer Zeit war die Arbeit erledigt. So konnten viele fleißige Hände einen herrlichen Festwagen mit dem Motiv der Lyra schmücken. 16.081987. Die Sänger begleiteten ihre Fahnenabordnung und den Festwagen als Gruppe beim Festumzug. 08.11.1987. Zum 40jährigen Bestehens der Chorgemeinschaft Burgheim war auch der Thierhauptener Gesangverein zu einem Freundschaftssingen eingeladen. Unter Leitung von Marianne Lang sangen die Thierhauptener "Amor vittoroso" von G. Gastoldi, "Die drei Spatzen" von A.v. Beckerath, "Look away" (Spiritual) und "Die launige Forelle" von F. Schöggl. Mit einer Einladung an die Kuchentheke und zum Kaffee bedankten sich die Gastgeber für die gute Leistung der Thierhauptener Sänger. Auch Frau Lang war mit dem Gesang ihrer Truppe zufrieden. So hatte der heftige "Anpfiff" bei der Probe vor dem Auftritt seine Wirkung nicht verfehlt. Eine sehr nervöse Chorleiterin "zürnte" und tobte und schimpfte, weil wieder mal fast niemand pünktlich erschienen war. Die Sänger gaben sich sehr geknickt und strengten sich an, so dass beim Auftritt in Burgheim alles bestens klappte und Frau Lang stolz ihren Chor präsentieren konnte. 13.11.1987. Anschließend an die Chorprobe lüftete Frau Lang die Tücher von einigen geheimnisvoll verdeckten Körbchen und verteilte an die erfreuten Sänger kleine Käsehäppchen und einen "frischen, kühlen Wein", was allen vorzüglich mundete. Sie verband damit einen Dank an die Sänger für die gute Leistung in Burgheim. (Oder sollte es eher eine Wiedergutmachung für die strengen "Töne" vor dem Auftritt sein???) 11.12.1987. Etwas verspätet traf heuer der Nikolaus bei den Sängern ein. Er hatte einiges an ihnen auszusetzen, vor allem bemängelte er das "Getratsche" während der Chorprobe. Auch die beiden jüngsten Sänger in der 1. Reihe, Christoph Lang und Stephan Scheicher, missfielen ihm etwas, da sie mit ihrem "Herumgealbere" die arme Frau Lang ganz schön nerven. Lob hatte er aber auch für die beiden Schlingel, da sie ohne viel Worte das Notenverteilen ganz selbstverständlich übernommen haben. Aber auch an den Männern hatte der "Heilige Mann" einiges auszusetzen. Selbst mit Frau Lang musste er ein Hühnchen rupfen. Er lobte ihre Mühe und ihren Fleiß, konnte es sich aber nicht verkneifen, ihr Temperament auf die Schippe zu nehmen. Insgesamt war aber der Nikolaus mit dem Chor zufrieden und verteilte am Schluss kleine süße Päckchen an alle. 21.12.1987. In der Kirche in Heimpersdorf gestaltete der Chor aus Anlass des 80. Geburtstages von Frau Sturm, der Mutter von Erna Sattich, eine schöne Sonntagsmesse mit seinen Liedern zur großen Freude der Jubilarin. 26.12.1987. Wie alle Jahre fand auch heuer das traditionelle Weihnachtskonzert am Stephanstag statt. Der Gesangverein servierte den Zuhörern ein reichhaltiges Programm, das Chorleiterin Marianne Lang zusammengestellt hatte. Sogar der Nikolaus war noch unterwegs und trat im Programm auf. Zeitungsausschnitt - Auszug Anspruchsvolle und harmonische Weisen 1988 Mitgliederstand 15.1.1988 06.01.1988. Mit weihnachtlichen Liedern gestaltete der Thierhauptener Chor die Festtagsmesse in Neukirchen. 19.01.1988. Zum 50.Geburtstag sang der Chor seinem bis 1974 aktiven Mitglied Otti Herb ein Ständchen. Anschließend feierte der Chor das Geburtstagskind beim Klosterwirt. - Einen Rekord stellte Dirigentin Marianne Lang an diesem Abend auf. Sie verdrückte sechs Geschwollene - ohne große Mühe. Wo sie's bloß hin isst? 19.12.1988. Frau Angelika Stehle, seit November 87 aktives Mitglied beim "Alt", überraschte den Chor nach der Probe mit Selbstgebackenem und dazu servierte sie ein feines Tröpfchen. Den verdutzten Sängern erklärte sie, dass sie damit ihren Einstand feiern wolle, was bei den Anwesenden einstimmig angenommen wurde. 26.021988. Nach 10jähriger "Genesungspause" seit seiner Kropf-Operation mischte sich Paul Lang wieder unters singende Volk. Der "schwache" Bass freute sich besonders darüber. 03.04.1988. Der Musikverein Thierhaupten beging sein 125jähriges Bestehen feierlich mit einem Konzert am Ostersonntagabend in der Klosterkirche St. Peter und Paul. Der Gesangverein "Harmonie" sang am Ende der Veranstaltung zusammen mit dem Kirchenchor unter der Leitung von Marianne Lang, in Begleitung des Blasorchesters, das "Vater unser" von Josef Willems und setzte damit einen feierlichen Schlusspunkt in der Programmfolge. 29.04.1988. Gestern feierte Paul Lang seinen 40.Geburtstag. Der Chor sang ihm in Neukirchen ein Ständchen und gratulierte herzlich. Anschließend gab es im Hause Lang köstliche Leckereien, die sich die Sänger gerne munden ließen. 06.05.1988. In Bayerdilling im Gasthof Modlmair fand heuer das Kreiskonzert des Sängerkreises "Unterer Lech" statt. Der gemischte Chor Thierhaupten eröffnete das Programm unter der Leitung von Marianne Lang mit den Liedern "Im Flachauer Tal", "Unter der Lind'n" und "D'Bäurin hat d'Katz verlorn". 13.05.1988. In Hohenried gestaltete der Thierhauptener Chor eine Maiandacht mit feierlichen Marienliedern. 28.05.1988. Maikönigin Hannelore Barl aus Neukirchen und aktive Sängerin in Thierhaupten hatte den Chor nach Ehekirchen eingeladen, um bei ihrer Inthronisation mit einigen Liedern aufzutreten. 05.06.1988. Der Gesangverein Thierhaupten gestaltete den Sonntagsgottesdienst im Christkönigsheim in Meitingen mit seinen Spirituals. 16.-19.06.1988. Paris-Fahrt. Abends gegen 20.00 Uhr gingen die Sänger auf große Fahrt. Über Ulm, Stuttgart, Karlsruhe, Saarbrücken und Reims ging es nach Paris. Nach einer mehr durchwachten als verschlafenen Nacht im Egenberger-Reisebus, weckten die beiden Bordservice-Damen Elisabeth und Helene Klostermair die letzten "Schnarcher" mit Kaffeeduft, so dass bei Ankunft am Hotel, pünktlich gegen 7 Uhr morgens, alle bereits wieder einigermaßen fit waren. Um den schwachen Kreislauf nach dem langen Stillsitzen im Bus wieder in Schwung zu bringen, machten sich einige Sänger gleich daran, die nähere Umgebung zu erkunden. Ziel war die Basilika St. Denis. Leider war diese noch verschlossen, doch dafür bereits der Wochenmarkt geöffnet, den die Damen natürlich viel interessanter fanden. Gegen 9 Uhr fuhr der Bus Richtung Versailles zur Schlossbesichtigung. Unter fachkundiger und charmanter Führung der Französin Christine erlebten die Sänger einen interessanten Vormittag im geschichtsträchtigen Schloss des Sonnenkönigs Ludwig XIV. und seiner Nachfolger. Anschließend hatten alle sehnsüchtiges Verlangen, endlich ins Hotel zu kommen, um zu duschen und die Kleider zu wechseln. Das Mittagessen musste ausfallen, denn das volle Programm ging gleich weiter. Am Nachmittag erwartete Frau Margot Stockhausen, jetzt in Paris wohnhaft, die Sänger zu einer privaten Stadtführung. Zuvor erlebten einige Thierhauptener ihre erste Fahrt in der Metro. Nach dem ersten Stadtbummel in Paris, den Frau Stockhausen genau nach Wunsch gestaltete (die Damen ins berühmte Kaufhaus "Lafayette" und die Herren in den Biergarten), wartete im Hotel das Abendessen, das dann leider nicht so ganz den Erwartungen entsprach. Dafür gab es aber gleich anschließend eine kostenlose Abenteuerfahrt nach Chaville zur Familie Stockhausen. Es begann eigentlich ganz harmlos damit, dass man nicht genau wusste, an welcher Straße der Bus abbiegen sollte. Und prompt war es auch gleich die falsche und die engste Straße, an deren Ende der Bus in einem niedrigen Tunnel stecken blieb. Zentimeterweise und rückwärts musste der Bus aus dem Hindernis heraus und die enge Straße hinunter. Die nächste Straße, die man wählte, war auch nicht besser. Noch schmäler geworden durch parkende Autos blieb der Bus hoffnungslos in einer Kurve hängen. Erst als unsere Männer als "Befreiungskommando" in Aktion traten und zwei parkende Autos aus dem Weg räumten, konnte der Bus mit Müh' und Not wieder zurück. Die dritte Straße war dann endlich die richtige, und so fand man sich bei Familie Stockhausen ein. Dort wurden die gestressten Nerven auf der Terrasse bei Wein, Stangenbrot und Käse und einem kleinen Feuerwerk bald wieder beruhigt. - Später fiel auf, dass Franz Schreier plötzlich in kurzen Hosen erschien, weil seine Hose ausgewaschen werden musste! Na ja - die Aufregungen! Dann war endlich Zeit ins Bett zu kommen. - Am nächsten Morgen begann der Stress bereits beim Frühstücks-Buffet. Wer nicht schnell zulangte, hatte Mühe, seine Wünsche zu befriedigen. Nach mehr oder weniger erfolgreich geschlagener Schlacht am Buffet begann die Stadtrundfahrt. Den Nachmittag zur freien Verfügung nutzte jeder nach seinen Vorstellungen und am Abend fuhr der Bus die Sänger zur Kirche der "Katholischen Gemeinde deutscher Sprache", wo die Sänger eine deutsch-französische Messe mit ihren Liedern gestaltete. (Angeblich befand sich unter den Gläubigen in der Kirche auch die Gattin des ehemaligen Ministerpräsidenten Giscard-Destaign). Bei einem Aperitif, zu dem der Pfarrer, Pater Albert Seyler geladen hatte (und man eine Menge über die Geschichte und Arbeit der deutschen katholischen Gemeinde in Paris erfahren konnte), holte man sich den richtigen Appetit fürs Abendessen im Hotel. Den letzten Abend in Paris nutzte man noch aus, um das Nachtleben am Montmatre und um Sacre Coeur, am Moulin Rouge und am Place Pigalle zu erleben. - Nach kurzer Nacht und einem ausgiebigen Frühstück war es Zeit, die lange Heimreise anzutreten. Von den Bordservice-Damen Elisabeth Klostermair und Marianne Lang gut versorgt mit allen Annehmlichkeiten wie Kaffee, Würstchen, Sekt, Bier usw. gab es keine größeren Schwierigkeiten, außer bei den kurzen Rasten an den Halteplätzen! Da hatten einige Thierhauptenerinnen, die aber ungenannt bleiben wollen, Schwierigkeiten mit den ungewohnten Toiletten, die in Frankreich allgemein üblich sind. - Nach 9 1/2 Stunden Fahrt im heißen Bus waren alle dankbar für eine Rast im Gasthaus "Jägerblick" nahe Dinkelsbühl. Ohne weitere Zwischenfälle erreichte man später müde aber froh das heimatliche Thierhaupten. 01.07.1988. Dirigentin Marianne Lang wird 40 Jahre jung. Nach dem Einsingen mit Ersatzdirigenten Franz Schreier Abfahrt nach Neukirchen. Der Chor sang seiner Dirigentin dort ein Geburtstagsständchen und 1. Vorstand Jahn überbrachte die herzlichsten Glückwünsche im Namen des Vereins. Ebenso überbrachten Frau Schüttler (1.Vorsitzende des Frauensingkreises Meitingen), Herr Rupp und Herr Königsdorfer im Namen ihrer Vereine die herzlichsten Glückwünsche. Zu einem Ständchen versammelte sich auch das Männerdoppelquartett und ein "Kräuter-Weiblein" namens Elisabeth überraschte das Geburtstagskind mit einer humorvollen Darbietung. Danach gab es knusprig gebratenen Schweinehals, feine Salate und ein Fässchen Bier für die Geburtstags-Gäste. 08.07.1988. 2. Vorstand Franz Schreier hat heute Geburtstag. Der Chor gratulierte ihm mit einem Lied. Im Anschluss an die Chorprobe spendierte Franz feines Käsegebäck und einige Humpen Wein, was bei den Sängern natürlich gut ankam. 15.07.1988. Vorstandssitzung (8 Vorstandsmitglieder anwesend). Nach der Begrüßung durch den 1. Vorstand Jahn gab Kassier Manfred Reiter einen Kassenbericht ab. Kassenstand am 28.02.86 6.635,94 DM Sonstige Tagesordnungspunkte, die allesamt mit dem Kassenstand und seiner Entwicklung zu tun haben: Faschingsball 1989. Vorschlag: Den Ball der Sänger mit dem Hausball der Familie Grund zusammenzulegen, um die Kosten für die Kapelle zu sparen. - Bezahlung für die Chorleiterin: Frau Lang legte ihre Vorstellungen dar. Beschluss: An die Chorleiterin wird ab Januar 1989 eine jährliche Zuwendung von 1.000 DM bezahlt (mit 7 Stimmen angenommen, 1 Enthaltung). Weiter wurde beschlossen, den jährlichen Mitgliedsbeitrag von bisher 5 DM auf 8 DM zu erhöhen, um die beschlossene Zuwendung an Frau Lang finanzieren zu können. (mit 6 Stimmen von 8 Anwesenden beschlossen) - Probenraum im Kloster. Da die Gemeinde auf eine Anfrage diesbezüglich keine befriedigende Antwort gegeben hatte, wurde dieses Thema vorerst vertagt. - Zum Schluss dankte Vorstand Jahn den Anwesenden für ihre Mitarbeit und insbesondere Frau Lang, die jahrelang dem Verein ihre Zeit ohne Entgelt zur Verfügung gestellt hatte. August 1988. Wegen der Festwoche mussten die Sänger auch in den verdienten Ferien einige Termine wahrnehmen. So waren alle Männer aufgerufen, am 06.08. zum Aufbau des Festwagens zu kommen. Am 12.08. rückten die Sänger samt Kind und Kegel aus, um Blumen für den Festwagen zu schneiden. Am 13.08. schmückten viele fleißige Hände den Festwagen für den Trachtenverein und am 14.08. beteiligte sich der Gesangverein beim Festumzug mit einer Fußgruppe und einer Fahnenabordnung.
15.08.1988. In der Wallfahrtskirche Maria im Elend umrahmte der Thierhauptener Chor eine Andacht mit feierlichen Marienliedern. Zeitungsausschnitt 800 Gläubige in "Maria im Elend" Anschließend durften die Sänger ihre wohlverdienten Ferien antreten. 18.09.1988. Anlässlich des 60.Geburtstages von Paul Barl sang der Chor ein Ständchen in Neukirchen. Der Jubilar hatte zu einer kleinen Feier ins Schützenheim eingeladen, wo er für seine Verdienste als Organist und Dirigent geehrt wurde. 09.10.1988. Beim Sonntagsgottesdienst in der Strafanstalt in Niederschönenfeld sang der Chor aus Thierhaupten wieder seine bei den jugendlichen Gefangenen beliebten Spirituals. 10.10.1988. Am Grab von Frau Anna Egenberger sang der Chor für sein langjähriges passives Mitglied einen letzten Gruß. – Sie ruhe in Frieden - 30.10.1988. Bei der Einweihung des neuen Friedhofs in Thierhaupten nahm auch eine Fahnenabordnung des Gesangvereins teil. 20.11.1988. In der Pfarrkirche "St. Vitus" in Neukirchen wurde beim feierlichen Gottesdienst durch Domkapitular Georg Beis aus Augsburg die neue Orgel eingeweiht. Unter der Leitung von Marianne Lang umrahmte der Gesangverein Thierhaupten mit einem lateinischen Hochamt, der "Missa brevis" von Mozart, den Festgottesdienst. Die neue Orgel, die von Franz Schreier intoniert wurde, spielten Paul Barl und der Organist der Wieskirche Anton Guggemos, der am Nachmittag auch noch ein Konzert auf der Orgel gab. Anschließend waren alle Einwohner, Gäste und Sänger zu einem Stehempfang eingeladen. 25.11.1988. . Zum 65.Geburtstag sang der Chor seinem ehemaligen Vorstand, Dirigenten, Schriftführer, aktiven und passiven Mitglied Ludwig Lammel ein Ständchen. 1. Vorstand Jahn dankte dem Jubilar für seine fast 40jährige aktive Arbeit im Verein und wünschte ihm im Namen aller Vereinsmitglieder alles Gute für die Zukunft. Anschließend waren die Sänger beim Klosterwirt eingeladen, wo der Jubilar noch kräftig gefeiert wurde. 09.12.1988. Der Nikolaus besuchte auch heuer wieder die Sänger und hatte einiges an ihnen auszusetzen. Es gab aber auch Lob und für jeden ein süßes Päckchen. 26.12.1988. Traditionelles Weihnachtskonzert Zeitungsbericht - Auszug
1989 03.02.1989. Statt zur Gesangsprobe trafen sich heute die närrischen Sänger maskiert und auf ihrem Trip durch die tollen Tage zum Hausball bei Familie Grund. Bei heißer Musik wurde bis zum frühen Morgen das Tanzbein geschwungen. 19.02.1989. Wieder einmal sangen die Thierhauptener in der Jugendstrafanstalt in Niederschönenfeld ihre Spirituals beim Sonntagsgottesdienst. 11.03.1989. In der Pfarrkirche Thierhaupten gestaltete der Chor mit seinen Spirituals die Samstagabendmesse. 28.03.1989. Herr Josef John, ehemaliger Vorstand (24.10.69-16.03.74) des Gesangvereins Thierhaupten, verstarb heute in Günzach bei Obergünzburg. Der Verein wird ihm ein ehrendes Andenken bewahren. – Er ruhe in Frieden - 07.04.1989. Frau Margot Stockhausen, jetzt in Paris wohnhaft, weilte zu Besuch in Thierhaupten. Sie ließ es sich nicht nehmen, auch ihren ehemaligen Chor zu besuchen. 08.04.1989. Auch der Gesangverein nahm an der Aktion "Saubere Wanderwege" rund um Thierhaupten teil. Heute fand außerdem in Meitingen das Kreiskonzert des Sängerkreises "Unterer Lech" statt. Der Gesangverein "Harmonie" sang unter Leitung von Frau Marianne Lang die Lieder "Die Waldvögelein", "Der Baum" und "Das Echolied". Besonders das letzte Lied fand großen Beifall beim Publikum. Frau Lang dirigierte außerdem den erst vor zwei Jahren gegründeten Frauenchor Meitingen und das Männerdoppelquartett. Zeitungsausschnitt - Auszug Acht Chöre bieten buntes Programm 14.04.1989. Während der Chorprobe sangen die Anwesenden für Josef Schreier ein Ständchen zum 50. Geburtstag, den er bereits am 09.04. gefeiert hatte, und gratulierten ihm herzlich. 19.04.1989. Dirigentin Marianne Lang und ihre beiden Töchter erlitten heute bei einem unverschuldeten Autounfall Verletzungen und mussten ins Krankenhaus gebracht werden. 24.04.1989. Zum 80.Geburtstag ehrte der Gesangverein sein passives Mitglied Anton Scherer mit einem Ständchen. Da Frau Lang verletzt im Krankenhaus lag und auch Ersatzdirigent Franz Schreier heute nicht erreichbar war, mussten sich die Sänger ohne Chorleitung behelfen. 28.04.1989. Heute besuchten die Sänger in Neukirchen ihre Dirigentin, die bereits aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Ebenso ihre beiden Mädchen, die Gott sei Dank, keine größeren Verletzungen erlitten haben. Frau Lang wurde am Halswirbel verletzt und trägt nun eine Halskrause. Noch etwas blass und in ihren Bewegungen eingeschränkt, empfing sie die Besucher. Da außerdem ihr Mann Paul seinen Geburtstag feierte, sangen die Besucher ein kleines Ständchen, gratulierten herzlich und wünschten Marianne Lang gute und schnelle Genesung. 12.05.1989. Franz Schreier vertrat die noch nicht einsatzfähige Frau Lang bei einer Chorprobe würdig. 02.06.1989. Während der von Franz Schreier geleiteten Chorprobe gratulierten die Anwesenden Sänger ihrem Vorstand Jahn mit einem Lied zum Geburtstag. Sogar Marianne Lang hatte ihren Krankenstand unterbrochen, um am Ende der Chorprobe am Geburtstagsfest bei Familie Jahn teilzunehmen. 03.06.1989. Das für heute geplante Frühjahrskonzert musste wegen des Unfalls von Frau Lang ausfallen. 01.07.1989. Ausflug der Sänger nach Regensburg/Straubing und Besuch der Landesgartenschau. Zum heutigen Geburtstag von Dirigentin Lang gratulierten die Sänger herzlich. 08.07.1989. In Wertingen gestalteten die Thierhauptener Sänger mit ihren Spirituals die Samstagabendmesse feierlich. Marianne Lang dirigierte nach ihrem Unfall wieder ihren Chor. Nach der Messe gratulierten die Sänger Herrn Edmund Hölzl zum 50. Geburtstag mit einem Ständchen. 14.07.1989. Beim Festakt im Kloster zum 90jährigen Bestehen des Obst- und Gartenbauvereins Thierhaupten brachte der Gesangverein "Harmonie" unter Leitung von Marianne Lang einige Lieder zu Gehör. 15.07.1989. Seinem ehemals aktiven Mitglied Franz Echerer brachte der Chor zum 60. Geburtstag ein Ständchen dar und wünschte ihm alles Gute für die Zukunft. 29.07.1989. Zum 50. Geburtstag gratulierte der Chor seinem passiven Mitglied Benno Raba mit einem Ständchen. 2. Vorstand Franz Schreier überbrachte die Glückwünsche in Form eines Gedichtes, das aus seiner Feder stammte und dem Jubilar außerordentlich gut gefiel. 10.08.1989. Heute erreichte die Sänger eine schreckliche Nachricht. Josef Bissinger, aktiver Sänger, ist freiwillig aus dem Leben geschieden. 12.08.1989. Fassungslos und tief erschüttert stand der Chor am Grab seines Tenors Josef Bissinger und nahm mit einem letzten Lied Abschied. Das Requiem hatten die Sänger mit ihren Spirituals gestaltet. – Er ruhe in Frieden - 11./12./13.08.1989. Trotz der tiefen Bestürzung und großen Trauer über den Tod von Josef Bissinger mussten die Vorbereitungen für den Festwagen zum Festumzug getroffen werden. Nachdem am Freitag viele fleißige Hände Blumen geschnitten hatten, ging am Samstagnachmittag, nach den Trauerfeierlichkeiten, das Schmücken des Festwagens zügig voran, da viele Helfer erschienen waren. Beim Festumzug des Obst- und Gartenbauvereins begleitete eine Fußgruppe die Fahnenabordnung des Gesangvereins. 26.08.1989. Der Chor gestaltete mit seinen Liedern die Hochzeit von Maria Sturm in Aindling. Danach gingen die Sänger in eine kurze Sommerpause. 20.09.1989. 1. Chorprobe nach der Pause. Versuchsweise wurde der Probentag von Freitag auf Mittwoch geändert. Besonders zu erwähnen ist, dass Klemens Schreier heute vor der Dirigentin Marianne Lang erschien. 30.09.1989. Zum 65.Geburtstag ehrte der Gesangverein sein treues Mitglied Heinrich Schieder mit einem Ständchen. Zusammen mit sämtlichen Vertretern der Thierhauptener Vereine gratulierte 1. Vorstand Jahn dem Jubilar und Altbürgermeister und überbrachte die besten Wünsche für die Zukunft. 13.10.1989. Heute war Frau Langs vorerst letzte Chorprobe. Sie muss sich einer Operation an einem Halswirbel unterziehen - Nachwirkungen des Autounfalls vom Frühjahr 1989. Nach der Chorprobe spendierte Vorstand Jahn ein paar Flaschen Wein für die Sänger und Marianne Lang und Erna Sattich spendierten spontan für die schon recht lustige übrig gebliebene Sängerschar Würste und Brot. 20.10.1989. Franz Schreier übernahm nun schon geübt die Vertretung von Dirigentin Lang. 27.10.1989. Die Sänger beschlossen heute einstimmig, heuer auch das traditionelle Weihnachtskonzert am Stephanstag wegen Frau Langs Operation nach dem Autounfall ausfallen zu lassen. Neues aktives Mitglied: Franz Schreiber (Tenor) 29.10.1989. Zum 80. Geburtstag brachten die Sänger unter Leitung von Franz Schreier dem Jubilar Xaver Herb (Faber) ein Ständchen dar. 1. Vorstand Jahn überbrachte die Glückwünsche des Vereins. Zum großen Erstaunen der Sänger erschien auch Marianne Lang, die man noch im Krankenhaus glaubte, und sang beim Ständchen mit. Sie hat die Operation gut überstanden und es geht ihr schon wieder recht ordentlich. 10.11.1989. Franz Schreier wird die nächsten Wochen weiter den Chor leiten, denn Dirigentin Lang wird sich 4 Wochen zur Kur in der Fachklinik Enzensberg aufhalten. Ausspruch von Franz Schreier über das Röntgenbild von Frau Lang: "Das sieht ja aus wie eine geflickte Dachrinne." 01.12.1989. Generalversammlung mit Neuwahlen. Der Einladung zur Generalversammlung waren 28 Mitglieder, davon 8 passive, gefolgt. Die Sänger eröffneten die Versammlung musikalisch mit einem Lied "Musik erfüllt die Welt". Es folgte das Gedenken an die Verstorbenen, ein Rückblick in der Vereinsgeschichte von Schriftführerin Christl Vogl und der Kassenbericht von Kassier Manfred Reiter. Insgesamt belaufen sich die Finanzen des Vereins auf 34.386,76 DM. Bei den Ausgaben fielen unter anderem die hohen Ausgaben für Pullmoll von 15 DM auf!! - Im folgenden Bericht des 1. Vorstandes beklagte dieser vor allem die stagnierenden Mitgliederzahlen. Er erinnerte auch an den schweren Autounfall von Frau Lang, der den Chor dazu zwang, beide traditionellen Konzerte in diesem Jahr ausfallen zu lassen. Er dankte 2. Vorstand Franz Schreier, dass er die Probenarbeit übernommen hat. - Nun kam man zum Punkt Neuwahlen. Rudolf Anlauf, Sprecher der Wahlvorstände, meinte, er sei stolz darauf, außer Blumenschneiden auch mal etwas anderes für den Verein tun zu können. Er bemerkte außerdem, dass die Auftritte des sehr aktiven Chores ein positives Erscheinungsbild für die Gemeinde seien und "Wozu eigentlich die schrecklich hohen Ausgaben für Pullmoll?" - Die anschließende Entlastung der Vorstandschaft erfolgte einstimmig. Die Versammlung beschloss einstimmig, die Wahl per Handzeichen durchzuführen. Mitgliederstand am 1.11.1989 Zeitungsbericht - Auszug Thierhauptener Sänger beklagen stagnierende Mitgliederzahlen„Harmonie“ zieht Jahresbilanz – Beitragserhöhung auf 10 Mark 03.12.1989. In Neukirchen sang der Chor beim Sonntagsgottesdienst weihnachtliche Lieder und gestaltete damit feierlich die Hl.Messe. 08.12.1989. Besuch des Nikolaus beim Chor. Er hatte wieder einiges zu tadeln, aber er sparte auch nicht mit Lob. Zum Schluss bekam wieder jeder Sänger ein süßes Päckchen. - Dabei stellte sich heraus, dass die neue Finanzverwalterin Fischer Hermine des Vereins noch sparsamer ist, als Manfred Reiter es war: „Die Beutel des Nikolauspäckchens müssen für das nächste Jahr zu Wiederverwendung aufgehoben werden!“ 26.12.1989. Wegen Frau Langs Unfall fällt das traditionelle Weihnachts-Singen aus. Geschichte 1987-1989 ausblenden |